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Aus dem Landkreis Ärzte warnen vor dem „Großen Irritator“
Schaumburg Landkreis Aus dem Landkreis Ärzte warnen vor dem „Großen Irritator“
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19:39 02.05.2011
Eine „fette“ Zecke. © haz
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Landkreis (jpw/r). Zecken sind auch Überträger der Frühsommer-Meningo-Encephalitis (FSME), die durch Viren ausgelöst wird. Diese spielt nach Aussagen von Fachleuten hauptsächlich in Süddeutschland und weiter östlich eine Rolle. In den hiesigen Breiten bestehe kein Risiko. Eine Impfung sei deshalb nur bei Reisen in die ausgewiesenenen FSME-Gebiete sinnvoll.

In ganz Deutschland verbreitet sind allerdings Zecken, die Borreliose in sich tragen. Bundesweit erkranken jährlich rund 60.000 Menschen.

Nach Auskunft des Amtsarztes der Region Hannover, Hans-Bernhardt Behrens, tragen ein Fünftel bis ein Viertel der Zecken Borreliose in sich. Da nicht jedes Mal eine Infektion ausgelöst wird, wird angenommen, dass nur einer von hundert Zeckenstichen eine Borreliose beim Menschen verursacht.

Fast die Hälfte der Patienten bemerkt den Zeckenstich – nicht Biss, weil die Tiere zur Klasse der Spinnentiere gehören und mit Mundwerkzeugen in die Haut der Wirte eindringen – nicht. Deshalb werde die Borreliose auch als der „Große Irritator“ bezeichnet.

Nicht oder zu spät behandelte Infektionen können im dritten Stadium chronische Krankheitserscheinungen an Nervensystem, Herz, Gelenken und Haut hervorrufen. Werde die im ersten Stadium entstehende Wanderröte umgehend ärztlich behandelt, sei sie gut zu beherrschen und heile aus.

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