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AfD-Streit: Hardtke wehrt sich

"Dunkelrote Socke" AfD-Streit: Hardtke wehrt sich

Der Bad Nenndorfer AfD-Kandidat Peter Hardtke wehrt sich gegen Vorwürfe aus der Partei. Hardtke will die AfD Nienburg-Schaumburg auf bürgerlichem Kurs halten. In Sachen Volker Riehs und Michael Herzberg hat er jetzt klare Worte gefunden – und greift auch den Kreisverbandsvorsitzenden Daniel Carl an.

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Peter Hardtke

Quelle: pr.

Landkreis. So bezeichnet Hardtke den ehemaligen Linken – und inzwischen auch aus der AfD ausgetretenen – Riehs in einer schriftlichen Stellungnahme als „dunkelrote Socke“. Er könne sich durchaus vorstellen, dass Riehs mit der Absicht in die AfD eingetreten sei, ihr zu schaden. „Vielleicht ist er ein linker Maulwurf in der AfD.“

Hardtke und Riehs sind offenbar über Riehs‘ politische Vergangenheit mehrfach in Streit geraten. Höhepunkt: Hardtke soll Riehs auf den Stumpf von dessen amputiertem Arm geschlagen haben.

Nichts mitbekommen

Diesen Schlag habe es aber nie gegeben, behauptet Hardtke. Er habe Riehs nur auf das „Schulterdach“ gefasst. Auch Rolf-Rüdiger Wandtke aus dem Landesvorstand und die anwesenden Kreistagskandidaten hätten bei der Sitzung von den angeblichen Schlägen nichts mitbekommen, so Hardtke.

Der 68-Jährige: „Als bemerkenswert darf wohl die Tatsache betrachtet werden, dass Volker Riehs – obwohl angeblich durch mich verletzt – auch nach über zwei Monaten offensichtlich keinen Strafantrag bei der Polizei oder der Staatsanwaltschaft gestellt hat.“ Von Anfang an sei Riehs durch seinen ruppigen Umgang unangenehm aufgefallen.

Außerdem stellt Hardtke einen Zusammenhang zwischen den Vorwürfen und dem Richtungsstreit der heimischen AfD her. Hardtke fühlt sich dem bürgerlichen Flügel rund um den Rintelner Stadtverbandsvorsitzenden Jens Wilharm zugehörig: „Wir wollen mit rechts- und linksaußen nichts zu tun haben.“

Bürgerlicher Querschnitt

Auch im Fall von Michael Herzberg der durch das Teilen rechtsradikaler Inhalte bei Facebook aufgefallen war, plädiert Hardtke für Härte: „Wir wollen nicht um jeden Preis wachsen.“ Inzwischen ist Herzberg ausgetreten. Die AfD, so Hardtke, solle einen „bürgerlichen Querschnitt“ präsentieren.

Anders sehe das wohl der Kreisverbandsvorsitzende Carl. Der habe Riehs, Herzberg und Corinna Scheiper – die bei Facebook ebenfalls durch rechtsextreme Inhalte aufgefallen war – in die Partei geholt.

Bei der Kandidatenbestimmung seien nicht nur Riehs, sondern auch der Kreisvorsitzende Carl und seine Lebensgefährtin Isabell Eich nicht aufgestellt worden. Hardtke zufolge hat Carl Intrigen gewittert.

Rachegelüste seien verständlich

Offensichtliche Rachegelüste von Carl und Riehs seien „menschlich ja durchaus verständlich“. Sie bildeten aber auch „den Hintergrund für die Motivlage der schlichtweg unhaltbaren Vorwürfe gegen mich“, behauptet Hardtke.

Nach den Vorwürfen gegen Hardtke hatte der Kreisverband ein Parteiordnungsverfahren eröffnet. Die Kreissprecher Daniel Carl und Thomas Köhler hätten dieses Verfahren beim Landesvorstand eingeleitet. Hardtke: „Ohne mich vorher anzuhören und den Kreisvorstand zu informieren.“

Hardtke will jetzt eine Unterlassungserklärung gegen Riehs und „mögliche weitere Verfahrensbeteiligte“ erwirken.  jak

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