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Aus dem Landkreis Agenda 2010 „in Kernpunkten falsches politisches Instrument“
Schaumburg Landkreis Aus dem Landkreis Agenda 2010 „in Kernpunkten falsches politisches Instrument“
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12:56 25.09.2013
Der neue Schaumburger AfA-Vorsitzende Matthias Schrade (Mitte) mit seinen Stellvertretern Gabriele Willers und Lutz Oltrogge. Quelle: ssr
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Landkreis. Schrade ist ehrenamtlich bei der Dienstleistungsgewerkschaft Ver.di beschäftigt. „Nun hoffe ich, Haupt- und Ehrenamt gut miteinander verknüpfen zu können“, sagte er vor 20 im Kreishaus versammelten AfA-Mitgliedern. In seinem Schlusswort fand Schrade deutliche Worte. Die Agenda 2010 sei „in Kernpunkten auch heute noch ein falsches politisches Instrument“, rief er. Von 2003 bis 2005 sei er aus Protest gegen die Agenda sogar nicht Mitglied der SPD gewesen. Doch „mittlerweile hat die SPD in einigen Bereichen gute Antworten gefunden“. Für diese gelte es nun zu kämpfen, etwa in Sachen Mindestlohn und Leiharbeit – „ein hartes Stück politische Arbeit“, so Schrade.

In seinem Rechenschaftsbericht betonte der scheidende Vorsitzende Schiefer, die AfA habe „daran mitgewirkt, dass sich die SPD in Schaumburg in der Wirtschafts- und Arbeitsmarktpolitik inhaltlich neu aufstellen konnte“. In einem Grußwort würdigte der SPD-Bundestagsabgeordnete Sebastian Edathy unter Beifall die „außerordentlich engagierte Arbeit“ Schiefers. Dieser habe bewirkt, „dass die AfA hier wieder neuen Schwung erhalten hat“.

Als Hauptredner bezeichnete der SPD-Landtagsabgeordnete Karsten Becker bestimmte Formen der Leiharbeit und Werkverträge als „modernes Tagelöhnertum“. In vielen Fällen handele es sich um „skandalöse Ausbeutung“. Die SPD brauche eine starke AfA. Es gelte, in Deutschland gegen das „Sozial-Dumping“ anzukämpfen, schloss Becker.  ssr

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