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Alle Museen sind gut vernetzt

Landkreis / Kunst und Kultur Alle Museen sind gut vernetzt

Schlösser und Mausoleen, Wilhelm-Busch-Geburtshaus, Industriemuseum, Eulenburg: Die Schaumburger Museumslandschaft ist vielgestaltig und reicht von großen Museen von überregionaler Bedeutung wie dem Hubschraubermuseum bis hin zu kleinen Heimatmuseen. Gerade die kleineren haben es nicht immer leicht, sich zu „behaupten“.

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Das Hubschraubermuseum in Bückeburg zählt zu den touristischen Publikumsmagneten im Schaumburger Land.

Quelle: rg

Landkreis (kle). Ehrenamtliches Engagement ist das A und O, die meisten Museen stehen in der Trägerschaft von Vereinen. Die nötige finanzielle Unterstützung kommt von den Gemeinden, dem Landkreis sowie der „Schaumburger Landschaft“, aber auch von einzelnen Spendern.

Ein fester Geldbetrag vom Landkreis beispielsweise, 15 400 Euro pro Jahr, kommt regelmäßig Schaumburger Museen zugute, wird verteilt auf den schaumburg-lippischen Heimatverein, Träger des  Museums in Bückeburg, den Heimatbund Grafschaft Schaumburg, Träger der  Eulenburg in Rinteln, sowie die Heimatbünde in Rodenberg, Lauenau und Obernkirchen. 25 000 Euro im Jahr gehen an das Wilhelm-Busch-Geburtshaus in Wiedensahl.

Abgesehen von den regelmäßigen Beträgen erhalten die vielen Museen für einzelne Projekte und Aktionen Unterstützung, speziell auch von der „Schaumburger Landschaft“. In den Jahren 2011 bis 2013 hat diese unter anderem die Sonderveranstaltung zu „250 Jahre Wilhelmstein“ unterstützt, die Ausstellung „Eiszeitjäger“ in Rinteln und viele weitere, wie Sigmund Graf Adelmann, Geschäftsführer der „Schaumburger Landschaft“, berichtet. Der „größte Schluck“ in den vergangenen Jahren waren insgesamt 40 000 Euro für die Arbeiten am Bückeburger Hubschraubermuseum.

Einen festen Katalog, nach welchen Kriterien welche Museen, Ausstellungen oder Aktionen gefördert werden, gibt es aber nicht, so Graf Adelmann. Individuell werde von Antrag zu Antrag neu entschieden. Deshalb arbeiten die Schaumburger Museen aber nicht „gegeneinander“ – im Gegenteil. Sie alle sind eng vernetzt, erklärt Graf Adelmann, „alle hängen zusammen und stimmen sich ab“. Innerhalb der „Schaumburger Landschaft“ gebe es extra eine Arbeitsgruppe „Museen und Volkskunde“.

Diese Vernetzung sei eine unheimlich wichtige Entwicklung. „In Schaumburg haben wir ein sehr vielfältiges kulturelles Erbe zu bewahren“, so Graf Adelmann. Es sei aber wenig sinnvoll, „siebenmal die gleichen Trachten und die gleichen Pflüge auszustellen“. Die Museen sprächen sich deshalb untereinander ab. Rinteln beispielsweise habe entschieden, keine Trachten mehr auszustellen, da es solche bereits in Stadthagen, Rodenberg und Bückeburg zu sehen gibt. Rinteln selbst lagert seine Trachten im Depot. „Das ist ja auch ein allgemeines Missverständnis“, so Graf Adelmann, „dass viele meinen, man müsse alles, was man hat, auch ausstellen.“

Die Aufgabe von Museen sei es aber in erster Linie, zu bewahren und zu erforschen, deshalb sei es nicht notwendig, dass jeder Fund gleich in der Vitrine landet – was aus Platzgründen oft auch gar nicht möglich sei. Gleichzeitig haben „viele Museen in Schaumburg aber auch nicht genug Platz für entsprechende Depot-Räume“, inzwischen wurde deshalb speziell für diesen Zweck ein gemeinsames Depot in Obernkirchen angelegt.

Was ist eigentlich ein Museum?

Im Allgemeinen versteht man darunter eine ständige Sammlung von bedeutsamen Gegenständen wie Kunstwerken oder Altertümern, die dort bewahrt, erforscht und in Teilen für die Öffentlichkeit ausgestellt werden. „Der Begriff an sich ist aber nicht geschützt oder so etwas“, erklärt Sigmund Graf Adelmann, Geschäftsführer der „Schaumburger Landschaft“. Es sei deshalb auch schwer zu sagen, wie viele Museen es tatsächlich in Schaumburg gibt, zumal ja auch Mausoleen und Schlösser eindeutig musealen Charakter hätten. Im aktuellen Museumsführer der „Schaumburger Landschaft“ jedenfalls sind insgesamt 30 Museen für das Schaumburger Land, inklusive Steinhude, aufgelistet, zu denen eben auch beispielsweise das Stift Obernkirchen und der Feggendorfer Stolln zählen.

Eine Voraussetzung zum Beispiel, um sich beim Museumsverband Niedersachsen und Bremen als Museum registrieren zu lassen, ist die, dass die vorhandenen Ausstellungsstücke auch tatsächlich dem Museum gehören. „Bei Sammlungen kleiner Heimatgruppen ist das ja oft gar nicht genau geklärt“, so Graf Adelmann.

Mehr zu  Museen in der Seeprovinz gibt es hier.

Mehr zu Museen in Stadthagen gibt es hier.

Mehr zu Museen in Bad Eilsen gibt es hier.

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