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Alle Rettungswachen bleiben

Schaumburg Alle Rettungswachen bleiben

Das Rettungsdienstnetz soll noch leistungsfähiger werden: Auch nach Schließung der drei Krankenhäuser in Stadthagen, Bückeburg und Rinteln im Zuge der für Anfang 2017 geplanten Eröffnung des Gesamtklinikums Schaumburg bleibe das Geflecht an Rettungsdienst-Standorten mit sogar verbesserter Ausstattung bestehen.

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Landkreis. Das hat Landrat Jörg Farr versichert und ist damit verbreiteten Befürchtungen entgegen getreten, es könne zu einer Ausdünnung kommen.

Wie Farr im SN-Gespräch betonte, bleiben die kreisweit sechs Rettungswachen (siehe Grafik) an ihren Standorten bestehen. In Stadthagen und Rinteln wird weiterhin rund um die Uhr jeweils ein Notarzt stationiert sein. Auch künftig werden die Rettungskräfte nach den Worten von Kreisdezernentin Ursula Müller-Krahtz rasch am Einsatzort sein, im statistischen Durchschnitt sieben Minuten nach Alarmierung.

Durch die Konzentration auf den Klinikstandort Vehlen wird es bei Rettungseinsätzen teilweise zu längeren Fahrtzeiten kommen. Um diesen Mehraufwand auszugleichen, ist laut Müller-Krahtz eine bessere Ausstattung einzelner Rettungswachen mit mehr Fahrzeugen und Personal geplant.

Auf längere Fahrtzeiten für Patienten speziell im östlichen Teil Schaumburgs hat wie berichtet die Lauenauer SPD hingewiesen und „als Entschärfung“ die Einrichtung einer Notfall-Ambulanz in Rodenberg gefordert. Doch ein längerer Aufenthalt von Patienten im Rettungswagen stelle kein medizinisches Problem dar, versicherte Müller-Krahtz: „Bei diesen Einsatzfahrzeugen handelt es sich mittlerweile um rollende Intensivstationen, in denen die Behandlung bereits beginnt.“ Aus medizinischer Sicht sei keine Notfall-Ambulanz vor Ort erforderlich, denn echte Notfälle müssten vielmehr mit einem Rettungswagen in eine voll ausgestattete Klinik gefahren werden.

Für Intensiv- und Schlaganfallpatienten wird es nach den Worten von Farr sogar kürzere Wege „und eine Behandlung hier vor Ort in Schaumburg“ geben. Denn das Gesamtklinikum in Vehlen bietet ein Drittel mehr Intensivbetten als alle drei bisherigen Krankenhäuser zusammen, ganz neu ist eine Schlaganfall-Station. Intensivpatienten, die bisher in ein auswärtiges Krankenhaus gefahren werden müssen, können künftig vor Ort nach Vehlen gebracht werden, betont Farr. Insgesamt, also nicht nur auf Intensivnotfälle bezogen, suchen derzeit 8000 Patienten aus Schaumburg jährlich eine Klinik außerhalb der Kreisgrenzen auf. Es ist laut Farr das Ziel, dass künftig 2000 davon in Vehlen behandelt werden.

Einige der kreisweit sechs Rettungswachen würden derzeit auf den modernsten Stand gebracht, berichtete der Landrat. Im Auetal werde derzeit neu gebaut. Für einen Neubau der Rettungswache in Sachsenhagen werde derzeit ein anderer Standort gesucht. Außerdem sei dort seit Kurzem auch nachts ein Rettungswagen stationiert. Die Rintelner Wache sei vor zwei Jahren auf den modernsten Stand gebracht worden, auch die Einrichtungen in Stadthagen und Bückeburg seien relativ neu.

Die Rettungsfahrzeuge werden künftig am Gesamtklinikum in Vehlen gereinigt und wieder einsatzbereit gemacht. Dadurch werde Zeit eingespart, betonte Farr.

Die Qualität der Rettungswagenbesatzungen werde sich in absehbarer Zeit verbessern, ergänzte Müller-Krahtz. Denn nach und nach würden in diesen Fahrzeugen anstelle der heutigen Rettungsassistenten und -sanitäter künftig immer mehr Notfallsanitäter mit einer dreijährigen Ausbildung eingesetzt. ssr

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