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Flugverbot bei Obama-Besuch Alles bleibt am Boden

Am Sonntag besucht US-Präsident Barack Obama die Landeshauptstadt Hannover. Die entsprechenden Sicherheitsbestimmungen sorgen für Flugverbot in Bückeburg und Rinteln.

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Vor den Flugplätzen in Rinteln (Foto) und Bückeburg wird in Kürze ein Polizeiposten aufziehen, die Segelflieger bleiben am Boden. 

Quelle: tol

Landkreis. m Umkreis von 30 nautischen Seemeilen (eine Meile beträgt 1,852 Kilometer) darf während der Anwesenheit des US-Präsidenten außer Vögeln (fast) nichts fliegen. Rinteln und Bückeburg liegen gerade so innerhalb dieser Flugverbotszone. Das bedeutet: Segel- und Motorflugzeug-Flieger und alle Menschen, die gerne Modellflugzeuge aufsteigen oder Drohnen zu einem Rundflug starten lassen wollen, haben an diesem Tag schlechte Karten.

„Das wussten wir schon lange“, sagt Friedhelm Steinkamp vom Rintelner und Mike Nierste vom Bückeburger Luftsportverein. Schon vor Wochen wurden sie darüber informiert, dass ein Polizeiposten vor ihren jeweiligen Flugplätzen darauf achten wird, dass nicht doch jemand einfach startet und die Sicherheitslage für den Präsidenten zumindest theoretisch gefährden könnte. Die wachhabenden Polizisten werden extra aus Hessen abgeordert, weil die niedersächsische Polizei schon genug in der Nähe von Hannover zu tun hat.

Achumer Flieger nicht mit einbezogen

Am Heeresflugplatz Achum, so erfährt man, ist eine polizeiliche Beobachtung nicht nötig. Sonntags wird dort eh nicht geflogen, und am Montag, wo das Flugverbot noch so lange gelten wird, bis Obama wieder Richtung Weißes Haus abgeflogen ist, wird man sich – davon geht man bei einem Heeresflughafen aus – auch so an das Flugverbot halten. Enttäuschung klingt bei einem der Fluglotsen durch – darüber, dass die Achumer Flieger gar nicht mit einbezogen sind in das Präsidentenbesuchs-Geschehen. Ursprünglich stand zur Debatte, ob Achum als Ausweichflugplatz, neben Celle oder Wunstorf, für bereitzustellende Polizei-Hubschrauber zur Verfügung stehen soll.

Der Modellflugverein Rinteln muss auch eine Zwangspause einlegen – jedenfalls, wenn seine Flugmodelle vom Platz in Eisbergen aus starten wollen. Der Vorsitzende Norbert Richert empfindet das als übertrieben. „Aber was soll’s“, sagt er. „Dann fahre ich nach Vlotho, das liegt knapp außerhalb der Flugverbotszone.“ Klar ist: Niemand darf innerhalb der 30-Meilen-Zone was auch immer für fliegende Objekte hochgehen lassen, weder Modellflugzeuge, noch eine Drohne, weder von einem Flugplatz noch von der grünen Wiese.#

Streichen statt Fliegen

Für die Segelflugvereine ist der Sonntag ein besonders beliebter Flugtag. Nun, da sie am Boden bleiben müssen, nutzen die Bückeburger Flieger die flugfreie Zeit, um das Außengelände mal wieder auf Vordermann zu bringen und Türen und Fenster zu streichen.

Die Mitglieder des Rintelner Vereins machen es sich da gemütlicher. „Wir verlegen einfach den Vatertag vor und machen ein Grillfest“, so Friedhelm Steinkamp. „Da können wir dann sogar ein Bierchen trinken, was an Flugtagen ein absolutes Tabu ist.“ cok

 

Schaumburger Polizisten im Einsatz

Der Obama-Besuch zur Eröffnung der Hannover-Messe ist für die zuständige Polizeidirektion Hannover eine echte Herausforderung: „Einen derartigen Einsatz, insbesondere was die herausragend hohen Sicherheitsmaßnahmen angeht, gab es so noch nicht für uns“, berichtet Pressesprecherin Martina Stern. Medienberichten zufolge soll der amerikanische Präsident von mehr als 5000 Polizeibeamten geschützt werden – darunter auch von Einsatzkräften aus Schaumburg, wie Axel Bergmann, Sprecher der Polizei Stadthagen, auf Anfrage bestätigt. Genau gesagt handelt es sich in diesem Fall um eine sogenannte Einsatzhundertschaft. Diese wird zu besonderen Anlässen zusammengeholt, wie Bergmann erklärt. Zur Hundertschaft gehören in diesem Fall auch 40 Schaumburger. Sie werden auf mehrere Einsatzstellen verteilt.

Daneben seien außerdem einzelne Kollegen als Ermittlungskommission vor Ort. Sie kümmerten sich um die Verfolgung von Straftaten. Bergmann selbst wird nach eigenen Angaben in seiner Funktion als Pressesprecher der Schaumburger Polizei den Einsatzabschnitt Öffentlichkeitsarbeit unterstützen.

In Schaumburg arbeiten insgesamt etwa 200 Polizisten. Für die Unterstützung aus Schaumburg müssen einige auf ihre freien Tage verzichten, damit in den Kommissariaten vor Ort ausreichend Beamte sind.   mak, vin

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