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Anschlag auf Flüchtlingsheim doch Mordversuch?

Prozess wird neu aufgerollt Anschlag auf Flüchtlingsheim doch Mordversuch?

Der Prozess um den Brandanschlag auf das Flüchtlingsheim in Eisbergen wird neu aufgerollt. Auftakt vor der 10. Großen Strafkammer des Landgerichts Bielefeld ist am 28. Februar. Weitere vier Verhandlungstage unter Vorsitz von Richter Christoph Meiring wurden für den Zeitraum 7. bis 23. März terminiert.

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Eisbergen/Bielefeld. Das Amtsgericht Minden hatte im Oktober das Verfahren abgebrochen und an die höhere Instanz verwiesen, weil sich herausstellte, dass es sich bei dem Vergehen nicht bloß um schwere Brandstiftung handeln könnte, sondern eventuell um einen gemeinschaftlichen Mordversuch.

 Vorausgegangen war ein Hin- und Her zwischen Landgericht und Amtsgericht, die den Fall juristisch unterschiedlich beurteilten. Das Landgericht hatte ein mögliches Tötungsdelikt verneint und den Fall an das Amtsgericht verwiesen. Dort gab man den Fall nun wieder zurück.

 Rechtsanwalt Sebastian Nickel, der einen Flüchtling aus Mazedonien als Nebenkläger vertritt, sieht sich in seiner Rechtsansicht bestärkt. „Das zeigt, dass das Amtsgericht die Taten ernster bewertet“.

Angeklagter in Psychiatrie eingewiesen

Angeklagt sind drei Männer im Alter von 29 bis 33 Jahren und eine 33-jährige Frau. Sie sollen am 14. September 2015 gegen 23 Uhr auf eine von ungefähr 30 Flüchtlingen bewohnte Unterkunft zwei Brandsätze geworfen haben.

 Nachdem der Prozess zunächst vertagt wurde, da ein Angeklagter mit einer Überdosis Antidepressiva in die Psychiatrie eingewiesen wurde, sollen die männlichen Angeklagten laut Nickel nun vom Landgericht auf volle Schuldfähigkeit hin untersucht werden. Ein entsprechendes Vorgutachten sollte dem Gericht schriftlich zur Verhandlungseröffnung vorliegen. „Das Gericht versucht wohl, möglichen Anträgen der Verteidigung zuvorzukommen“, so Nickel.

Explosion in der Küche

 Ein Molotow-Cocktail explodierte bei dem Anschlag neben dem Küchenfenster, ein zweiter blieb am Zaun liegen. Einer der Bewohner hörte die Explosion in der Küche, warnte die anderen, und gemeinsam wurde der Brand gelöscht. Verletzt wurde niemand, es entstand geringer Sachschaden.

 Das Flüchtlingsheim an der Ravensberger Straße ist seitdem kameraüberwacht. Am 10. Dezember fielen offenbar Schüsse aus einer Schreckschusswaffe in der Nähe der Unterkunft. Die Polizei hat bislang keine Spur von den Tätern. jak, mt

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Nach dem Brandanschlag auf die Flüchtlingsunterkunft in Eisbergen hat die Polizei noch keine konkreten Erkenntnisse hinsichtlich der Täter. Am Montagabend hatten Unbekannte die Außenfassade der Unterkunft mit Molotowcocktails beworfen; unmittelbar nach dem Anschlag wurde ein wegfahrendes Auto gesichtet, das zunächst jedoch nicht näher beschrieben werden konnte.

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