Volltextsuche über das Angebot:

9 ° / 7 ° Sprühregen

Navigation:
Arbeiten am Nordteil des Klinikums weit fortgeschritten

Die Decke ist drauf Arbeiten am Nordteil des Klinikums weit fortgeschritten

Es geht weiter. Nach einer zweieinhalbwöchigen Bauunterbrechung, die am 19. Dezember begann und über die Weihnachtsfeiertage sowie den Jahreswechsel andauerte, wird seit Montag, 5. Januar, in der Feldmark wieder gebaggert.

Voriger Artikel
Gewalt-Exzess: Familie verletzt 14 Polizisten
Nächster Artikel
Übergang von Schule in Beruf verbessern

Geschäftsführer Achim Rogge führt die Besuchergruppe den Rohbau.

Quelle: rg

Landkreis. . Möglich macht es vor allem die für einen Winter vergleichsweise milde Witterung, denn ab einer Temperatur von minus drei Grad wären Betonarbeiten nicht möglich gewesen. Doch es ist bislang anders gekommen.

„Sämtliche Subfirmen sind binnen vier Tagen mit Mann und Maus wieder auf der Klinikumsbaustelle erschienen“, berichtet Sten Schwermer. Der Bauüberwacher der Ludes Generalplaner GmbH (Berlin) beruhigt: „Auch das jüngste Orkantief vom zurückliegenden Wochenende hat die Baustelle gut weggesteckt. Lediglich der Bauzaun ist von den Böen drei Mal umgelegt worden und wir haben die Kräne wegen des Starkwindes von weit mehr als 80 km/h drei Tage lang nicht nutzen können“, so Schwermer. Kranbetrieb sei nämlich nur bis zu einer Windstärke von 17 Metern pro Sekunde (61,2 km/h) möglich.

Die Arbeiten hätten bis Jahresende voll und ganz im Zeitplan gelegen – so hätte auch die verlorene Zeit im Zuge der Dämmungsarbeiten im Bodenbereich wettgemacht werden können. Auch positiv: Obwohl auf der Baustelle immer mehr Baumaschinen und -materialien im Einsatz sind, soll es dort in den zurückliegenden Monaten weder zu Diebstahl noch zu Vandalismus gekommen sein. Nicht einmal Diesel sei über Nacht aus den Fahrzeugen abgezapft worden – eben darunter hatte die Baustelle besonders in der Anfangszeit gelitten.
Der Grund liegt auf der Hand: Auf der Baustelle leben in einem Containerdorf Tag und Nacht bis zu 100 Arbeiter. Die vorwiegend portugiesischen Bewohner sind stets vor Ort, über die Weihnachtsfeiertage war ein Sicherheitsdienst im Einsatz.

Nun, im neuen Jahr ist schon einiges passiert: So sind die über den Jahreswechsel gegen den möglichen Frost eingezogenen Sicherungen bereits zurückgebaut worden – schließlich mussten beispielsweise die Wärmedämmmatten auf den Kellerdecken entfernt werden.

Beste Nachricht: „Im Nordkubus“, so Schwermer, „konnten wir bis Ende Dezember die Decke über dem Keller (Fachjargon: Ebene minus eins) fertigstellen.“ Der Nordkubus ist nicht nur der größte, sondern auch der technisch anspruchsvollste der insgesamt drei Baukörper und soll als Erster abgeschlossen werden. „Entlang des Nordkubus“, so Schwermer, „wird derzeit das Erdreich wieder bis zur Oberkante des Geländes aufgefüllt. Dabei werden Zug um Zug auch die äußeren Drainageleitungen verlegt – die Arbeiten sind bis zu 80 Prozent beendet. Auch die Wände des künftigen Erdgeschosses sind am Nordkubus bereits im Ansatz zu sehen, sie stehen inzwischen zu mehr als 20 Prozent. „Im April oder Mai“, so der Bauüberwacher, „wollen wir im Nordkubus dann mit dem Einbau der Fenster und dem Abdichten des Daches beginnen.“

Im Ostkubus, so der Bauüberwacher weiter, hätten die Wände und Stützen im Keller zu 50 Prozent, die Deckenarbeiten zu 25 Prozent fertiggestellt werden können. Derzeit laufen die Bewehrungsarbeiten.

Derweil gehen auch die Arbeiten am künftigen Wirtschaftshof voran. Nachdem der Aushub des Erdbodens noch im alten Jahr abgeschlossen werden konnte, wird dort derzeit die Sauberkeitsschicht aufgetragen. Auf dem Wirtschaftshof soll später ein eigenes kleines Wirtschaftsgebäude errichtet werden, in dem dann die Betriebsfeuerwehr unterkommt.
Der letzte Baukörper, der errichtet wird, ist der Westkubus. Die ersten Wände stehen schon.

Ein Blick hinter die Baustelle

Zur ersten Führung auf der Großbaustelle Klinikum hat Achim Rogge gestern 30 begrüßt. „Heute starten wir die erste von bisher drei geplanten Führungen“, sagte der ärztliche Geschäftsführer des zukünftigen Gesamtklinikums. „Auf Anfrage können wir aber auch Gruppen die Baustelle zeigen, sofern es sich in den Baubetrieb einplanen lässt.“ Unter anderem habe sich der Lions Club Schaumburg angemeldet.

Zur Einstimmung auf den Rundgang wartete der Geschäftsführer mit Zahlen auf: Auf der 80 000 Quadratmeter großen Fläche seien 56 000 Quadratmeter Bodenaushub abgefahren worden. 45 000 Quadratmeter Rasen werde es auf dem größten Krankenhaus-Neubauprojekt Niedersachsens geben – davon 4500 Quadratmeter Nutzrasen, der dann gemäht werden müsse. Damit die Fläche einen parkähnlichen Charakter bekommt, sollen darauf zudem mehr als 500 Bäume gepflanzt werden.

„Wir sind absolut im Zeitablauf“, sagte Rogge. Das Richtfest kündigte der ärztliche Geschäftsführer des Gesamtklinikums Schaumburg für Mitte des Jahres. rg

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben

Unternehmen quer durch alle Branchen haben sich auch in diesem Jahr wieder an der Aktion der Lions Clubs beteiligt, deren Erlös auch der „Weihnachtshilfe“ der Schaumburger Nachrichten zugute kommt. Hier finden Sie ab dem 1. Dezember die täglich aktuellen Gewinnnummern. mehr

In Ruhe einkaufen, erholsam Urlaub machen, in die Stadtgeschichte eintauchen oder einfach mal in einem der vielen Restaurants und Kneipen die Seele baumeln lassen. Lernen Sie Stadthagen von einer ganz anderen Seite und auf ganz besondere Weise kennen. mehr

Schaumburg