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Arbeitslosenzahl steigt in Schaumburg leicht an

Gegen den Trend Arbeitslosenzahl steigt in Schaumburg leicht an

Die Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt in Schaumburg ist ins Stocken geraten: Die Zahl der Arbeitslosen im Landkreis stieg im Oktober leicht an, die Quote kletterte um 0,1 Punkte auf 6,4 Prozent.

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Landkreis. Im ablaufenden Monat waren 31 Männer und Frauen mehr als im September als arbeitslos registriert. Die Zahl der Schaumburger ohne Job liegt zum Stichtag bei 5082.

Im Bezirk der Stadthäger Geschäftsstelle der Agentur für Arbeit stieg die Zahl der offiziell arbeitslos Gemeldeten um sieben Männer und Frauen auf 3737 Betroffene. Die Quote liegt damit unverändert bei 6,2 Prozent. Zum Geschäftsstellenbereich gehören die Samtgemeinden Rodenberg, Nenndorf, Sachsenhagen, Lindhorst, Nienstädt und Niedernwöhren sowie die Städte Stadthagen, Bückeburg und Obernkirchen.

Auch in der Geschäftsstelle Rinteln verzeichneten die Mitarbeiter der Agentur für Arbeit einen Anstieg der Arbeitslosenzahlen, die Quote wurde mit 6,9 Prozent ausgewiesen. Im Oktober waren in der Stadt Rinteln, der Gemeinde Auetal und der Samtgemeinde Eilsen 24 Männer und Frauen mehr als im September ohne Job.

Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Situation auf dem Arbeitsmarkt jedoch entspannt. Im Oktober 2014 lag die Zahl der arbeitslos Gemeldeten noch bei mehr als 5400. Liegt die Quote im Oktober 2015 bei 6,4 Prozent, lag sie im Vorjahresmonat noch bei 6,8 Prozent.

Besonders stark ist der Rückgang bei den Menschen ohne Job im Geschäftsstellenbezirk Stadthagen gewesen. Die Quote sank von 6,7 auf 6,2 Prozent. In Rinteln war das Minus mit 0,4 Punkten etwas geringer. In diesem Bezirk ging die Zahl der Arbeitslosen um 79 im Vergleich zum Oktober 2014 zurück. Im Stadthäger Geschäftsstellenbezirk liegt das Minus bei 251 Betroffenen.

Schaumburg bildet mit dem Anstieg im Oktober eine Ausnahme im Bereich der Agentur für Arbeit Hameln, die auch die Landkreise Hameln-Pyrmont und Holzminden betreut. Insbesondere beim Jobcenter Schaumburg wurden im Oktober mehr Arbeitslose betreut. Im Vergleich zum September bekamen rund 2,6 Prozent mehr Menschen Leistungen von dieser Einrichtung.

In den beiden anderen Landkreisen, die von Hameln aus betreut werden, gingen die Arbeitslosenzahlen zum Teil deutlich zurück. Angesichts dieser Entwicklung spricht die Behörde von einem „goldenen Herbst auf dem Arbeitsmarkt“. Insbesondere bei den jungen Erwachsenen haben die Mitarbeiter eine deutliche Entspannung festgestellt. Allerdings sei diese positive Entwicklung unter anderem darauf zurückzuführen, dass viele Jugendliche in den vergangenen Wochen ein Studium aufgenommen haben.

Einen weiteren Grund für die positive Entwicklung am Arbeitsmarkt sehen die Verantwortlichen darin, dass die Nachfrage nach Arbeitskräften weiter anhält. Seit Jahresbeginn gebe es einen Anstieg bei den gemeldeten Stellenangeboten, heißt es seitens der Agentur.

Ursula Rose, Geschäftsführerin der Agentur für Arbeit Hameln, sieht vor dem Hintergrund der gestiegenen Nachfrage nach Arbeitskräften und der stabilen Entwicklung durchaus eine Perspektive für zahlreiche Flüchtlinge. Allerdings seien Flüchtlinge nicht die „Fachkräfte von heute und auch nicht morgen, sondern von übermorgen“. Das Erlernen der deutschen Sprache, berufliche Orientierung und eine Ausbildung oder Umschulung brauchen Zeit, argumentiert die Agenturchefin. bes

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