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Auch Mindenerin sexuell bedrängt

Überfall am Weihnachtsfeiertag Auch Mindenerin sexuell bedrängt

Ganz Deutschland spricht über die sexuellen Übergriffe in der Silvesternacht. Auf Kritik stoßen dabei die Empfehlungen von Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker, sich auf Distanz zu halten. „Wir brauchen keine Verhaltensregeln für die Opfer, sondern für die Täter“, sagt Mareike H. (31).

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Minden (mt). Die gebürtige Mindenerin war in der Nacht zum zweiten Weihnachtstag nach einem Besuch der Gaststätte Papagei am Brückenkopf überfallen, beraubt und begrapscht worden (wir berichteten). Die 31-Jährige hat nach ihrem Wegzug aus Minden in Städten wie Köln, Groningen und aktuell Hamburg gewohnt. Auch da habe es unangenehme Situationen gegeben, die sie jedoch immer mit Worten regeln konnte. „Das hier war anders. Brutal, gezielt, organisiert“, so ihr Eindruck.
Gegen die vier jungen Männer habe sie keine Chance gehabt, vor allem, da die Täter ihr einen Arm um den Hals legten und sie zu Boden gezogen hätten. So konnte sie sich weder wehren noch schreien. „Ich hatte Todesangst“, schildert sie diese Minuten.
Mehrfach verlor die Frau das Bewusstsein. In den Momenten der Wachheit nahm sie wahr, dass sie von den Männern an der Brust und im Intimbereich angefasst wurde, außerdem stahlen sie ihr die Handtasche. Äußerlich verletzt wurde sie bei dem Überfall nach eigener Aussage „erstaunlich wenig“. Mit den psychischen Folgen dieser Nacht wird sich die junge Frau noch länger beschäftigen müssen.
Mittlerweile liegt der Überfall fast zwei Wochen in der Vergangenheit, Mareike H. hat noch einmal über alles nachgedacht. Zunächst war die Überfallene mit dem Polizeibericht einverstanden gewesen. Jetzt sieht sie das jedoch anders und möchte mehr Informationen über Tat und Täter an die Öffentlichkeit geben.
Kurz nach dem Überfall waren vier junge Männer am Mindener Bahnhof aufgefallen, die sich verdächtig am Fahrradständer verhielten. Mareike H. glaubte, auf späteren polizeilichen Fotos zwei der mutmaßlichen Täter erkannt zu haben. Es habe sich um Flüchtlinge mit vorläufigen Ausweisen gehandelt.
Diese vier Zuwanderer aus Algerien im Alter von 18 bis 23 Jahren stehen im Fokus der Ermittlungen, bestätigt Polizei-Pressesprecher Ralf Steinmeyer. Die Polizei stehe in Kontakt mit den Behörden in Niedersachsen und NRW, wo die Tatverdächtigen gemeldet sind. 

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