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Aus dem Landkreis Auch Naben-Dynamo ist Elektroschrott
Schaumburg Landkreis Aus dem Landkreis Auch Naben-Dynamo ist Elektroschrott
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15:41 29.08.2018
Auch Schuhe mit Leuchtdioden gehören neuerdings in den Elektroschrott. Quelle: dpa
Landkreis

Künftig fallen alle elektrischen und elektronischen Geräte unter das Gesetz, sofern sie nicht ausdrücklich ausgeschlossen sind.

„Egal ob blinkende Turnschuhe oder Badezimmerschränke mit fest eingebauter Beleuchtung“, weiß Susanne Rintelen, Pressesprecherin der Abfallwirtschaftsgesellschaft Schaumburg (AWS), „ausgediente oder defekte Geräte, denen man den elektronischen Schnickschnack nicht immer auf den ersten Blick ansieht, gehören nicht mehr in die Mülltonne oder zum Sperrmüll, sondern müssen künftig als Elektroschrott gesondert entsorgt werden.“

Rücknahmeservice kostenlos

Seit Mitte August gilt das Elektrogeräte-Gesetz auch für diese Produkte. „Ausgediente oder defekte Geräte mit fest eingebauten elektrischen oder elektronischen Bestandteilen müssen jetzt bei den Recyclinghöfen oder dem Entsorgungszentrum der AWS oder aber bei großen Elektrohändlern abgegeben werden“, teilt Rintelen mit: „Der Rücknahmeservice ist für Privatverbraucher kostenlos.“

Tipps und Hinweise der Abfallwirtschaftsgesellschaft

Die Abfallwirtschaftsgesellschaft Schaumburg gibt zum Stichwort Elektromüll folgende Hinweise:
Festverbaute Elektronikteile: Sind die Elektrobestandteile mit dem jeweiligen Gegenstand fest verbunden und nicht austauschbar, gehört der ausrangierte Artikel in die Elektro-Altgeräte-Sammlung. Dazu zählen etwa Schuhe mit beleuchteter Sohle, Rucksäcke mit eingenähter Beleuchtung, Badezimmerschränkchen mit fest eingebautem Leuchtspiegel, elektrisch verstellbare Fernsehsessel oder Tresore mit einem elektrischen Schloss.
Nicht festverbaute Elektronik-Elemente: Möbelstücke oder auch andere Produkte, bei denen die Elektronik nicht fest installiert ist, sondern mit wenigen Handgriffen abmontiert werden kann, zählen nicht als Elektroschrott. Ausbaubare Einzelteile müssen beiden Elektro-Altgeräte-Sammelstellen zurückgegeben werden. Dazu gehören beispielsweise die Beleuchtung von Badezimmer- oder Wohnzimmerschrank oder der Naben-Dynamo am Fahrrad.
Verbraucher erkennen die Artikel, die nicht mehr in den Hausmüll wandern dürfen, in den meisten Fällen an dem Symbol einer durchgestrichenen Mülltonne auf dem Produkt oder der Verpackung. Die Neuregelung gilt jedoch nicht nur für nach dem 15. August angeschaffte Produkte, sondern auch für ältere, die wegen ihrer Macken ausgedient haben. Auf diesen Alt-Produkten findet man noch keine durchgestrichene Mülltonne.  mt/ssrfactbox

Bereits seit Ende Juli 2016 dürfen Verbraucher ihre ausgedienten Elektrogeräte abgeben, das Elektro- und Elektronikgesetz ist bereits seit einigen Jahren in Kraft. Ziel des Gesetzes ist es,. die Sammelquote für Elektroschrott zu erhöhen und für mehr Recycling zu sorgen. Seit Mitte vergangenen Jahres droht Händlern, die gegen die Rücknahmepflicht verstoßen, ein hohes Bußgeld.

Großer Anteil wird illegal entsorgt

Im Jahr 2015 wurden nach Angaben des Umweltbundesamtes rund 722 000 TonnenElektrogeräte gesammelt, davon mit rund 623 000 Tonnen der überwiegende Teil aus privaten Haushalten. Die Deutsche Umwelthilfe beklagt jedoch, dass von rund 1,7 Millionen Tonnen Elektroschrott, die in Deutschland jährlich anfallen, lediglich etwa 40 Prozent ordnungsgemäß erfasst werden. Der größte Teil werde allerdings illegal entsorgt, heißt es.

Die Organisation rechnet durch das neue Gesetz zwar mit einem Anstieg der Menge an eingesammeltem Elektroschrott wegen des vergrößerten Geltungsbereichs, jedoch nicht mit einem Zuwachs bei den Sammelstellen und Recyclingquoten.

Wer nicht sicher ist, ob sein ausrangiertes Produkt zum Elektroschrott gehört, der kann sich an die AWS wenden unter Telefon (0 57 21) 97 05 48 50 oder per E-Mail unter elektrogeraete@aws-shg.de. ssr/mt