Landkreis (par, kle). „Die von rechtsextremistischen Gewalttätern verübten Morde, Raubüberfälle und Anschläge erfüllen die Menschen in Deutschland mit Abscheu und Entsetzen“, heißt es in einer Pressemeldung des DGB und der BDA. „Arbeitgeber und Gewerkschaften treten gemeinsam ein für ein Deutschland, in dem Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus keinen Platz haben.“
Das Kultusministerium hat jüngst die Schulen über die Aktion informiert. In Schaumburg wollen sich einige Einrichtungen, beispielsweise das Adolfinum in Bückeburg, beteiligen. „Thematisch passt das bei uns sogar sehr gut, weil wir bald den Titel ,Schule ohne Rassismus‘ verliehen bekommen“, sagte Schulleiter Michael Pavel. Eine längere Vorbereitungsphase auf die Gedenkminute werde es aber nicht geben, dazu sei die Ankündigung vom Ministerium einfach zu kurzfristig eingegangen.
Auch viele Kommunen sowie der Landkreis haben bereits eine Hausmitteilung bezüglich der Schweigeminute verschickt. „Wir unterstützen das Anliegen und stellen es unseren Mitarbeitern frei, sich daran zu beteiligen“, sagte Klaus Heimann, Sprecher des Landkreises.
Die Firma „Bornemann-Pumpen“ aus Obernkirchen steht der geplanten Gedenkminute eher skeptisch gegenüber und schließt sich nicht an. „Wir sehen von allen politischen Aussagen im Arbeitsalltag ab“, erklärte Sprecherin Angela Kohlmeier. Auch in Rinteln beim Unternehmen „Wesergold“ plant man keine Schweigeminute. „Uns ist das Vorhaben gar nicht bekannt“, teilte ein Unternehmenssprecher auf Nachfrage dieser Zeitung mit.
SN-Online.de Anmeldung
