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Auf ein Selfie in die Alte Polizei

Kabarettist Mathias Tretter überzeugt Auf ein Selfie in die Alte Polizei

Das sogenannte Selfie ist aus dem kollektiven Wortschatz der heutigen Gesellschaft nicht mehr wegzudenken.

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Matthias Tretter überzeugt in der Alten Polizei mit viel Selbstironie und Wortwitz. 

Quelle: js

Stadthagen. Geradezu selbstverständlich halten Menschen ihr Gesicht in die Kamera, um meist nicht nur für sich selbst zu dokumentieren, wo sie sind oder was sie gerade machen. Kabarettist Mathias Tretter ging auf Einladung der GEW und der IG Metall bei seinem Auftritt in der voll besetzten Alten Polizei den geradezu zwanghaften Drang zur Selbstinszenierung gnadenlos auf den Grund.

Genauso abwechslungsreich wie die Varianten von Selfies, die im Internet hochgeladen werden, gestalteten sich auch die treffenden Pointen des gebürtigen Würzburgers. So fand er etwa, dass soziale Netzwerke eigentlich keine schlechte Sache seien, „sorgen sie doch dafür, dass alle Arschlöcher da draußen endlich den Mund halten und nur noch auf ihrem Handy tippen“. All das „hinzersetzende Gelaber“ gehe so an seinen Ohren vorbei.

Durch die Foto-Flut auf Facebook und Co. habe sich die Menschheit außerdem „von einer seiner größten Geißel befreien können: dem Dia-Abend“.
Tretter ließ neben seinen Gedanken zur Selbstinszenierung auch aktuelle politische und nationale Themen in sein Programm einfließen. Da durfte auch der Skandal um Jan Böhmermann nicht fehlen: Bei allen Problemen wie Überbevölkerung und Kriegen auf der Welt beherrsche ein „spätpupertierendes Schmähgedicht“ die Gazetten, sagte der Kabarettist. „Das ist ungefähr so, als würde man im dritten Stock eines brennenden Gebäudes stehen und einen Hamster beschimpfen, der an der Tapete nagt.“  js

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