Kreis Schaumburg. Stimmt der Kreistag der gestern bekundeten Empfehlung zu, was zu erwarten ist, wird die Auflösung der Förderschule in Obernkirchen mit folgendem Zeitplan vorgenommen:
Zum Schuljahrsbeginn 2010/11 werden die Klassen eins bis vier an die Förderschule (Schwerpunkt Lernen) in Stadthagen verlegt. Dieses wird dann kreisweit die einzige Primarstufe dieser Schulform sein. Zeitgleich werden in Obernkirchen für den fünften Jahrgang keine Schüler mehr aufgenommen. In den beiden Folgejahren sollen dort nacheinander der sechste und der siebte Jahrgang auslaufen. Diese Schüler werden auf die kreisweit noch verbleibenden zwei Förderschulen (Lernen) in Rinteln und Stadthagen verteilt. Abweichend von den bisherigen Planungen gehen die übrig bleibenden Jahrgänge acht und neun dann zum Schuljahr 2013/14 in einem Schwung nach Stadthagen.
Anlass für diese Reform ist die stark abnehmende Zahl der Förderschüler. In der Grundstufe in Obernkirchen sind es derzeit beispielsweise nur noch 38, weswegen für die Jahrgänge eins und zwei eine gemeinsame Klasse gebildet worden ist.
Grundlegender Hintergrund dafür ist die schon seit einigen Jahren in Umsetzung befindliche politische Entscheidung des Kreistags, nach und nach so gut wie alle Förderschüler an den Grund- und allgemeinbildenden Schulen zu unterrichten. An den Grundschulen gibt es dafür mittlerweile flächendeckend eine „sonderpädagogische Grundversorgung“. In der Sekundarstufe I (Klassen fünf bis zehn) haben immer mehr Schulen sogenannte Integrationsklassen eingerichtet. Diese würden von den Eltern potentieller Förderschüler immer mehr angewählt, berichtete Regierungsschuldirektor Jürgen Landfester von der Landesschulbehörde. ssr
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