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Ausbildungsmarkt in Schaumburg zufriedenstellend

Karriere mit dem Facharbeiterbrief Ausbildungsmarkt in Schaumburg zufriedenstellend

Weiterhin mehr Ausbildungssuchende als Lehrstellen verzeichnet die Agentur für Arbeit in Hameln für den Landkreis Schaumburg. Die Lücke klafft jedoch nicht mehr so weit auseinander.

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Die Kurven zeigen positive Tendenzen: Thorsten Tünnermann (links) und Jörg Lücking sind mit dem Ausbildungsjahr ganz zufrieden.  sk

Stadthagen. Thorsten Tünnermann, Teamleiter der Berufsberatung der hiesigen Agentur für Arbeit, und der stellvertretende Stadthäger Geschäftsstellenleiter, Jörg Lücking, zeigten sich mit dem aktuellen Ausbildungsjahr ganz zufrieden.

2015 standen 1416 gemeldeten Bewerbern 966 Ausbildungsstellen gegenüber. Die Anzahl der Stellen zeigt im Rückblick auf die vergangenen Jahre ein Auf und Ab. Der erwartete Abschwung in diesem Jahr ist allerdings ausgeblieben. Gegenüber dem Vorjahr sind die offenen Ausbildungsstellen sogar nochmals um 9,2 Prozent gestiegen, zeigte sich Tünnermann zufrieden. Ein Grund dafür sei, dass sich Arbeitgeber im Hinblick auf den erwarteten Fachkräftemangel ein jahrweises Aussetzen von der Ausbildung nicht mehr leisten wollen. Dass immer mehr ältere Arbeitnehmer aus dem Berufsleben ausscheiden, verstärke den Effekt.

Zwar klafft zwischen Bewerberanzahl und Angebot noch immer eine Lücke. Aber diese werde kleiner, denn die Zahl der Bewerber sinke. Gegenüber 2014 waren es in diesem Jahr 37 weniger.

Bis zum Stichtag 30. September sind 25 Ausbildungsplätze in Schaumburg unbesetzt geblieben. Hingegen hatten 66 Bewerber noch keinen Ausbildungsplatz gefunden. Darin eingerechnet sind nicht diejenigen Bewerber, die es vorgezogen haben, eine weiterführende Schule zu besuchen, um – trotz eher schwacher Leistungen – einen höherwertigen Abschluss zu erreichen. Darin sieht Tünnermann oft eine mangelnde Orientierung der Jugendlichen.

Für benachteiligte Jugendliche stehen unter anderem berufsvorbereitende Bildungsmaßnahmen zur Verfügung, oder sie absolvieren eine Vollausbildung, die nicht in einem Unternehmen sondern bei einem freien Bildungsträger läuft. Als sehr sinnvoll sieht Tünnermann auch ein betriebliches Langzeitpraktikum, eine sogenannte Einstiegsqualifizierung. Lernbeeinträchtigte und sozial benachteiligte Jugendliche können seit diesem Jahr einen Coach nutzen, der regelmäßig Kontakt zu Azubi und Betrieb hält und hilft, Ausbildungsabbrüche zu verhindern.

Für das kommende Jahr erwartet Tünnermann einen überdurchschnittlichen Rückgang der Schulabgänger im Arbeitsagenturbezirk Hameln. Es gebe also immer bessere Chancen auf eine Ausbildungsstelle. Dies legt der Teamleiter selbst Abiturienten ans Herz: „Es gibt immer mehr Möglichkeiten, mit dem Facharbeiterbrief Karriere zu machen.“ sk

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