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Auszählung mit Argusaugen beobachtet

Wahlhelfer im Visier Auszählung mit Argusaugen beobachtet

Dass während der Auszählung der Briefwahl ab und zu mal ein Abgesandter einer Partei vorbeischaut, gehört zum Geschäft. Doch am Sonntag hat gleich eine ganze Gruppe AfDler den Landkreismitarbeitern im Stadthäger Kreishaus bei der Auszählung auf die Finger geschaut.

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AfD-Plakat in Rinteln, wo die Partei ein sehr gutes Ergebnis eingefahren hat.

Quelle: tol

LANDKREIS. Das hat man bisher im Stadthäger Kreishaus nicht erlebt. Und so erlebte die AfD hautnah das Ergebnis von 10,3 Prozent im heimischen Wahlkreis. Der heimische AfD-Kandidat Pascal Stüber wird trotz des zweistelligen Ergebnisses für seine Partei nicht in den Bundestag einziehen. Er war nicht auf der Landesliste abgesichert, darum sei er auch nicht enttäuscht, es nicht geschafft zu haben. Er habe den Wahlabend „in kleiner Runde“ gefeiert und sei „voll zufrieden“ mit seinem Resultat von 9,1 Prozent. Das gute Ergebnis seiner Partei insgesamt überrasche ihn nicht. „Ich hatte durchaus mit einem zweistelligen Ergebnis gerechnet.“

Gutes Zeichen für die nächsten Jahre

Stüber führt das auch „auf eine gute Pressearbeit“ und einen „starken Wahlkampf“ zurück. „Wir haben es geschafft, die breite Menge anzusprechen.“ Den Ausgang der Wahl sieht er „als gutes Zeichen für die nächsten Jahre“ – und auch als gute Aussicht für die Landtagswahl. Warum die AfD im Auetal (13,7 Prozent) und in Rinteln (12,5 Prozent) so stark ist? Stüber zufolge liegt das daran, dass die AfD dort einfach sehr präsent sei und durch die direkte Nachbarschaft besser „Klischees ausräumen“ könne. AfD-Vorsitzender Daniel Carl aus dem Auetal zeigte sich vom Wahlerfolg der AfD vor allem in den ländlichen Gebieten nicht überrascht: Hier lebten Menschen, „die sich ihr Eigentum hart erarbeitet haben“. Bei denen sei die Angst vor Überfremdung groß, Sicherheit wichtigstes Thema.

59 Stimmen aus Hohenrode

Der Hohenroder und SPD-Ortsvereinsvorsitzende Bernd Wübker kann sich indes nicht erklären, woher die 59 AfD-Wähler bei den Zweitstimmen im Dorf kommen. In Hohenrode gebe es keine Asylbewerber oder Flüchtlinge, dem Dorf gehe es mit Kita und sanierten Straßen gut, das neue Feuerwehrgerätehaus sein in Planung. Es gibt Spekulationen auf Facebook, wer in Hohenrode für die AfD getrommelt haben könnte. Wer in den sozialen Medien unterwegs ist, findet den Mann, der in Hohenrode den etablierten Parteien kritisch gegenübersteht und daraus auch öffentlich keinen Hehl macht.

Hohenrode liegt zwar bei den Zweitstimmen prozentual (21,85 Prozent) bei der AfD auf den Dörfern an der Spitze. Doch in absoluten Zahlen ist das Exten mit 140 AfD-Wählern. In Exten meint man, eine Erklärung für dieses Ergebnis gefunden zu haben. Ortsbürgermeister Bernd Kirchhoff (SPD) verwies darauf, hier wohne Dietrich von Blomberg, AfD-Mitglied, der sicher über ein ausgedehntes Netzwerk verfüge. Was von Blomberg keineswegs bestreitet. Ja, er sei AfD-Mitglied, habe in der Partei zwar keine politischen Ämter, aber sich im Wahlkampf für die AfD eingesetzt. r

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