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Aus dem Landkreis B65-Ausbau: Start noch völlig offen
Schaumburg Landkreis Aus dem Landkreis B65-Ausbau: Start noch völlig offen
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00:17 15.11.2013
In der Nähe des hier geplanten Verkehrsknotenpunktes bei Kobbensen soll der erste Spatenstich für den „2+1“-Ausbau erfolgen. Quelle: rg
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Von Stefan Rothe

Landkreis.  Auf die Frage, wann mit „Grünem Licht“ für das Projekt zu rechnen sei, anwortete Ministerialrat Richard Schild dieser Zeitung, dass „Aussagen über etwaige Baubeginne derzeit nicht möglich sind“.

 Anfang 2013 hatte die Hamelner Filiale der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr den Planfeststellungsbeschluss vom Landkreis erhalten. Seitdem hat die Hamelner Behörde nach den Worten ihres Leiters Markus Brockmann die Federführung bei dem Zehn-Millionen-Euro-Projekt übernommen.

 Seitdem sei die Landesbehörde „unter Hochdruck“ dabei, Detailplanungen vorzunehmen. Denn diese sogenannten Ausführungsunterlagen seien in einem B-Plan nicht alle schon enthalten. „Da geht es etwa darum, für eine zu bauende Brücke über einen Wirtschaftsweg die Erkundung der Bodenfestigkeit vorzunehmen und die Menge der zu bewegenden Erde zu berechnen“, nannte Brockmann ein Beispiel dieser Feinjustierung. Für den ersten Bauabschnitt zwischen Vornhagen und Beckedorf seien diese Detailplanungen mittlerweile voll und ganz abgeschlossen.

 „Wir stehen also Gewehr bei Fuß“, stellte Brockmann fest. Man warte nunmehr nur noch auf „Grünes Licht“ vom Geldgeber, dem Bundesverkehrsministerium. Die Landesbehörde habe das Projekt dem Ministerium zur Prüfung vorlegen müssen. „Erst seit Anfang 2013 müssen alle Ausbauten von Bundesstraßen mit einem Finanzvolumen von mehr als drei Millionen Euro zur intensiven Prüfung vorgelegt werden“, erläuterte Brockmann. Vorher habe man in Bezug auf das B65-Projekt mit dieser Vorgehensweise nicht gerechnet.

 Ende Oktober habe es seiner Kenntnis nach das bisher letzte Abstimmungsgespräch mit dem Bundesverkehrsministerium gegeben, teilte Brockmann mit. Informationen nachgefordert worden seien bereits über die Streckenführungen bei Beckedorf und bei Bad Nenndorf. Wie lange Berlin noch für die Prüfung der Unterlagen benötigen werde, sei ihm nicht bekannt, betonte der Hamelner Behördenleiter.

 Sobald das „Grüne Licht“ aus Berlin komme, würden bis zum ersten Spatenstich noch weitere zwei Monate vergehen, kündigte Brockmann an. Diese Frist werde für die Ausschreibung der ersten Bautätigkeiten benötigt. Die ersten Arbeiten sollen im Umfeld der Kreuzung bei Kobbensen passieren. Dabei geht es um die Anlage eines Wirtschaftsweges. „Hier wird der erste Spatenstich für den 2+1-Ausbau vorgenommen“, verriet der Behördenleiter. Wann, steht freilich nach wie vor völlig in den Sternen.

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