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Becker: Keine Vollbremsung

Landkreis Becker: Keine Vollbremsung

Eine Vollbremsung bei den Verhandlungen über die Ausweitung des günstigen Großraum-Verkehr Hannover (GVH)-Tarifs auf den gesamten Landkreis Schaumburg darf es nicht geben. Das hat der hiesige SPD-Landtagsabgeordnete Karsten Becker gegenüber der Presse erklärt.

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Verbilligte Einzeltickets wären die Folge einer Ausweitung des GVH-Tarifs.

Quelle: rg

Landkreis. Der Politiker reagierte damit auf die jüngste Stellungnahme der Landesnahverkehrsgesellschaft. Diese hatte bekundet, die Verbilligung der Einzeltickets im Umland von Hannover „bringt nichts“. Zudem sei das Projekt für die Landkreise zu teuer.

 Nach Überzeugung von Becker „haben die Schaumburger aber ein berechtigtes Interesse an einer Ausweitung des bestehenden GVH-Regionaltarifs auf die Einzelfahrausweise“. Während die Bahnhöfe Haste und Bad Nenndorf bereits zum vergünstigten GVH-Gebiet gehören, bezahlen Fahrgäste an den Bahnhöfen Lindhorst, Stadthagen, Bückeburg und Rinteln einen deutlich höheren Fahrpreis für Einzelfahrscheine in die Region Hannover.

 „Dieser Tarifbruch im Kreisgebiet muss jetzt endlich beseitigt werden“, forderte Becker. Nicht nur die hohen Benzinkosten, sondern auch das zunehmende Umweltbewusstsein der Bürger seien gute Gründe, die Attraktivität des schienengebundenen ÖPNV zwischen der Region Hannover und den benachbarten Landkreisen durch Verbilligung der Einzeltickets weiter zu fördern.

 Erforderlich seien allerdings eine Mitfinanzierung durch Ausgleichsbeträge der betroffenen Landkreise sowie eine finanzielle Beteiligung des Landes, fuhr Becker fort. Die Landkreise Schaumburg und Hameln hätten ihre Bereitschaft zu einer solchen Anschubfinanzierung bereits erklärt. Becker und dessen Hamelner Landtagskollege Ulrich Watermann sind laut Pressemitteilung davon überzeugt, dass durch die verbilligten Einzelfahrausweise die Attraktivität des ÖPNV im Großraum Hannover erheblich gesteigert werden könnte. „Mehr Menschen würden dann auf die Nutzung des Autos verzichten und die Umwelt dadurch entlasten“, konstatierte Becker.

 Becker und Watermann werden sich nach eigenem Bekunden für eine Intensivierung der Verhandlungen einsetzen, damit es schnell zu einer Verbilligung der Einzelfahrausweise im gesamten Landkreis Schaumburg kommt. Beide gehen davon aus, dass mit vergünstigten Tagestickets auch der Tourismus im Weserbergland gestärkt und mehr Tagestouristen für Schaumburg und Hameln gewonnen werden können.

 Die Schaumburger Kreisverwaltung hatte in Reaktion auf die Position der Landesnahverkehrsgesellschaft versichert, am Ziel der verbilligten Einzeltickets festzuhalten. Die Verhandlungen würden fortgeführt, kündigte Erster Kreisrat Klaus Heimann an. Auch GVH-Sprecher Ulf Mattern erklärte, am Ziel der Umsetzung im kommenden Jahr solle es bleiben. ssr

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