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Aus dem Landkreis Bedarf an Krippenplätzen kreisweit erfüllt
Schaumburg Landkreis Aus dem Landkreis Bedarf an Krippenplätzen kreisweit erfüllt
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00:23 26.07.2015
Quelle: Symbolfoto
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Landkreis

„Das ist bedarfsgerecht“, sagte Kreis-Jugenddezernentin Katharina Augath in der jüngsten Sitzung des Jugendhilfeausschusses des Kreistags: „Wir können stolz darauf sein, wie wir diesbezüglich aufgestellt sind.“ Wenn man nur die Ein- und Zweijährigen berücksichtige, weil für Babys bis zu einem Jahr so gut wie keine Plätze nachgefragt werden, betrage die Betreuungsquote sogar 58,2 Prozent.

Die Zahl der Betreuungsangebote für Kinder unter drei Jahren hat in den vergangenen Jahren stark zugenommen. Im Jahr 2007 waren es kreisweit nur 213 Plätze gewesen (Quote: 11,5 Prozent) und im Jahr 2011 wurden 922 Plätze angeboten (Quote: 26,8 Prozent). Derzeit gibt es 1321 Plätze. Die Entwicklung belegt, dass immer mehr Eltern eine Betreuung in den ersten Lebensjahren ihres Kindes suchen. Dieser Trend werde voraussichtlich weiter anhalten, sagte Augath voraus. Dabei würden zunehmend Ganztagsplätze nachgefragt. Es bleibe abzuwarten, auf welchem Level sich die Nachfrage auf Dauer einpendeln werde.

Bei der Nachfrage gibt es örtlich freilich große Abweichungen. So ist die Versorgungsquote bei allen unter Dreijährigen in der Samtgemeinde Nienstädt mit 54,9 Prozent besonders hoch. Auch die Samtgemeinde Lindhorst (49,2 Prozent) und die Samtgemeinde Sachsenhagen (47,5 Prozent) ragen noch heraus. Am unteren Ende der Skala liegen die Samtgemeinde Nenndorf (32,1 Prozent) und die Samtgemeinde Eilsen (22,6 Prozent).

Von den aktuell 1321 Plätzen befinden sich 906 in Krippen, während 415 im Rahmen der Kindertagespflege, also bei Tagesmüttern, angeboten werden. Damit entspricht das Angebot im Landkreis laut Augath ziemlich genau der gesetzlichen Empfehlung, dass nicht mehr als ein Drittel der Plätze bei Tagesmüttern angebunden sein soll. Insbesondere in der Samtgemeinde Lindhorst und in Obernkirchen ist der Anteil der Tagesmütter aber deutlich größer. „Insofern gibt es in diesen beiden Kommunen einen gewissen Nachholbedarf an Krippenplätzen“, stellte die Jugend-Dezernentin klar. ssr

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