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Befreit und befreundet

Landkreis / „Als die Tommys in den Norden kamen" Befreit und befreundet

Die Sendung „Als  die Tommys in den Norden kamen" annonciert der NDR mit nüchternen Fakten: „Sie kamen 1945 als Sieger, blieben als Besatzer, wurden Partner, Nachbarn und Freunde. Von Schleswig-Holstein über Hamburg und Niedersachsen bis an den Rhein reichte die britische Besatzungszone.

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Auch Ernest Lack ist in Deutschland geblieben. Seine erste Station war der Fliegerhorst in Wunstorf, auf dem der Offizier der Royal Air Force als Pilot eingesetzt wurde.

Quelle: Cinecentrum

Landkreis (to).  Als Nato-Verbündete leben heute, fast 70 Jahre nach Kriegsende, noch knapp 36 000 britische Soldaten mit Familien und Zivilpersonal in Deutschland - davon mehr als 11 000 in Niedersachsen." Doch die Zeit der „Tommys" in Norddeutschland werde bald enden: Bis 2020 sollen die Truppen der „Rheinarmee" abziehen.

Ob Besatzer oder Befreier – das lag und liegt wohl noch immer ganz im Auge des Betrachters. Das Wirken der britischen Militärverwaltung, die Anleitung der Deutschen zu ersten vorsichtigen Schritten in Richtung Demokratie waren eine Sache, eine andere die Realitäten, die sich aus dem Zusammenleben von siegreicher Armee und Kriegsverlierern im Alltag ergeben. Zwar waren unter der Ägide Churchills und Montgomerys Regie Thomas Atkins – der sprichwörtliche Max Mustermann der britischen Streitkräfte – und dessen Kameraden als Kriegsgegner Deutschlands über den Kanal gekommen, aber aus den Siegern wurden häufig Freunde und Familienangehörige. Eine ganze Reihe wurde in Norddeutschland heimisch. Einer von ihnen ist Chris Howland, der 1948 als junger Mitarbeiter des Militärsenders „British Forces Network" nach Hamburg gekommen war und später Generationen von Jugendlichen Zugang zu Neuheiten der internationalen Musikszene verschafft hat.

Einen anderen „Tommy" hat es erst an das Steinhuder Meer, dann an den Maschsee verschlagen. Der britische Offizier Ernest Lack war als Pilot der Royal Air Force auf dem Fliegerhorst Wunstorf stationiert. Er lernte seine Frau Elisabeth bei einem Abendessen kennen, zu dem deren Eltern, der Wunstorfer Buchdruckereibesitzer Hans Leddin und dessen Frau Dora eingeladen hatten. Der Umstand, dass Hans Leddin in zwei Weltkriegen gegen Briten gekämpft hatte, war auf dem Weg zum Happy End offenbar fast noch das kleinste Problem. In Kürze feiern Elisabeth und Ernest Lack, die inzwischen in Hannover leben, ihren 60. Hochzeitstag.

Jede einzelne dieser Geschichte könnte in Hollywood Rohstoff für die „Traumfabrik" abgeben. In Norddeutschland wurde daraus mit Hilfe der „Nordmedia" eine Dokumentation. Geplanter Sendetermin: Montag, 12. November, 21 Uhr, auf N3.

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