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Bei Kaninchen setzt das Gewissen aus

Obernkirchen Bei Kaninchen setzt das Gewissen aus

Nicht nur in der Politik, auch in der Kleintierzucht wächst irgendwann zusammen, was zusammengehört. Im Rahmen der 24. Allgemeinen Schaumburger Rasse-Kaninchenschau hat in diesem Jahr der neu gegründete Kreisverband Leine-Weser seine erste Kreisverbandsschau abgehalten.

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Züchternachwuchs in der Liethhalle: Lea Dehne (4) und Jana Dehne (6) mit einem Rassekaninchen von Vater Ulf Dehne, links daneben Freundin Lucia Fuchs (7).

Quelle: jp

Obernkirchen. Anfang des Jahres war der Kreisverband Leine-Weser aus den bislang eigenständigen Kreisverbänden Schaumburg, Nienburg und Steinhuder Meer hervorgegangen.

 Zeitgleich hatte es im Schaumburger Bereich gravierende Veränderungen gegeben: Nach jahrelangen Mitgliederverlusten hatte sich der Stadthäger Zuchtverein aufgelöst, seine Mitglieder waren den Nachbarvereinen beigetreten.

 Organisator und Gastgeber der Schaumburger Schau war der Rassekaninchen-Zuchtverein F581 Lindhorst. Angeschlossen hatten sich neben der Premieren-Kreisverbandsschau Leine-Weser der Helle Großsilber-Club und der Kleinsilber- und Deutsche Großsilber-Club im Landesverband Hannover. „Ihr geht den richtigen Weg, wenn Ihr Euch für eine solche Ausstellung zu mehreren Clubs zusammentut“, meinte Bürgermeister und Schirmherr Oliver Schäfer. „Auf Neudeutsch nennt man das, sich zu vernetzen.“ Was sich nicht nur an dem Besucherandrang zur Eröffnung in der Liethhalle zeigte, sondern auch an der Tierzahl: Durch den neu gegründeten und stark vergrößerten Kreisverband stieg die Zahl der ausgestellten Langohren in der Liethhalle gegenüber dem Vorjahr von 437 auf 566 und damit um 30 Prozent. Auch Rassen, die man lange in der Liethhalle vermisste, sah man zum ersten Mal wieder wie die schwarz-weißen Holländer-Kaninchen.

 Der Landtagsabgeordnete Karsten Becker lobte in seinem Grußwort den verantwortungsbewussten Umgang von Rassekaninchenzüchtern mit ihren Tieren. Die zunehmende Entfremdung zwischen Mensch und Natur reduziere lebende Tiere immer mehr zu einem bloßen Konsumartikel, welchen man sich beliebig anschaffen und genauso problemlos auch wieder wegwerfen könne. Besonders erschreckend zeige sich dies an den zahlreichen Fällen ausgesetzter Tiere in der jüngsten Vergangenheit, insbesondere Kaninchen, teilweise sogar tragend, im Bereich Stadthagen. Eine so gewissenlose und abstoßende Denkweise, lebende Tiere wegzuwerfen und ihrem Schicksal zu überlassen, sei für engagierte Rassezüchter unvorstellbar: „Sie zeigen vielmehr, dass der richtige Umgang mit lebenden Tieren viel Arbeit macht und eine hohe Verantwortung erfordert.“

 Ein solches Kompliment dürfte auf Marvin Winkler aus Rinteln zutreffen: Der neunjährige Jungzüchter vom Rassekaninchenzuchtverein F56 Bückeburg stellt sich seit drei Jahren täglich den Herausforderungen der Zucht von blauen Zwergwiddern, unterstützt von Großvater und Altzüchter Alfred Kleinmann, und konnte bereits einige Preise einheimsen. Auch für Lucia Fuchs (7), Lea Dehne (4) und Jana Dehne (6) sind Kaninchen das Größte!

 Einer, der sich hingegen nach jahrelanger hochengagierter Vorstandsarbeit zurücklehnen darf, ist Volker Bültemeyer: Jahrzehnte stand er als Chef dem inzwischen nicht mehr bestehenden Kreisverband Schaumburg vor und gilt deutschlandweit als Koryphäe in Sachen Kaninchenzucht. Auf die er sich nun wieder, ohne offizielles Vorstandsamt auf Kreisebene, ganz konzentrieren kann. jp

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