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Bei zu viel Nitrat sind die Bauern gefragt

Umweltminister fordert zur Reduzierung auf Bei zu viel Nitrat sind die Bauern gefragt

Niedersachsens Umweltminister Stefan Wenzel von den Grünen hat 24 Landkreise in einem Schreiben dazu aufgefordert, für die Reduzierung von Nitrat im Grundwasser zu sorgen.

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Symbolbild.

Quelle: dpa

LANDKREIS. Verantwortlich für die erhöhten Werte sei unter anderem die Landwirtschaft wegen der Gülle. Eine Grenzwertüberschreitung liegt in Schaumburg nach Angaben einer Sprecherin des Niedersächsischen Ministeriums für Umwelt, Energie und Klimaschutz an einer von insgesamt zwölf Messstellen vor.

Zu den direkt angeschriebenen Landkreisen gehört Schaumburg nach Angaben der Sprecherin jedoch nicht, da im Gebiet des Kreises „keine Grundwassermessstelle des offiziellen Landesmessnetzes einen Nitratgehalt von mehr als 50 Milligramm pro Liter aufweist“. Die genannte Messstelle, bei der eine Überschreitung vorliegt, verzeichnet einen Wert von 95 Milligramm Nitrat pro Liter. Auch dort weisen die Zahlen keinen steigenden Trend auf.

Doch wie können die erhöhten Werte erfolgreich eingedämmt werden? Im Fall einer Grundwasserbelastung kann die Gewässeraufsichtsbehörde anlassbezogene Kontrollen durch die Düngebehörde initiieren, heißt es weiter in dem Schreiben. Die Durchführung dieser Kontrollen könnte dann im Zuständigkeitsbereich der Landwirtschaftskammer erfolgen.

Zunächst muss jedoch festgestellt werden, aus welchem Gebiet das Grundwasser auf die Messstelle zuströmt. Diese Daten werden an die Landwirtschaftskammer übermittelt, die anschließend mit der Kontrolle beginnen kann.

Beratungsangebote für Landwirte

„Es gibt einige Betriebe im Landkreis, die sich bereits seit einiger Zeit auf freiwilliger Basis von der Landwirtschaftskammer im Umgang mit Gülle und dem Düngen der Felder beraten lassen“, sagte Nienburgs Landrat Detlev Kohlmeier im Gespräch mit der Zeitung Die Harke. In den Nienburger Ortschaften Liebenau und Nordel sind bereits 2014 erhöhte Nitratwerte im Grundwasser festgestellt worden.

Das Niedersächsische Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz weist darauf hin, dass es für Landwirte zahlreiche unterschiedliche Beratungsangebote gibt.

Innerhalb von Trinkwassergewinnungsgebieten werden durch den jeweiligen Wasserversorger im Zuge der Trinkwasserschutzkooperationen Beratungsbüros oder die Landwirtschaftskammer mit der Beratung der Betriebe beauftragt. Diese wird vom Land finanziert und ist für den Landwirt kostenfrei.

Innerhalb der Wasserrahmenrichtlinie beauftragt der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz verschiedene Beratungsbüros und die Landwirtschaftskammer ebenfalls mit einer Beratung zur Gewässer schonenden Landbewirtschaftung. Eine einzelbetriebliche Beratung kann nur für die sogenannten Modell- und Beratungsbetriebe angeboten werden.

Außerdem gibt es Informationsbroschüren, Internetseiten mit Tipps und Hinweisen, Feldtage zur intensiven Diskussion zu speziellen Themen und mehr. Alle Angebote stehen den Landwirten ebenfalls kostenfrei zur Verfügung.

Im Rahmen des niedersächsischen Programms PFEIL zum Europäischen Landwirtschaftsfond für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) wird die Förderung einer einzelbetrieblichen Beratung angeboten. Dabei werden Beratungsleistungen unter anderem zum Thema „Verbesserung der ökologischen Leistungen des landwirtschaftlichen Betriebs“ finanziell unterstützt. Auf Wunsch des Landwirtes erfolgt eine Beratung mit dem Ziel der Verminderung der Nitrateinträge in die Gewässer. mak

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