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Beirat soll Kreisfeuerwehr Rücken stärken

Sitzung am Mittwoch Beirat soll Kreisfeuerwehr Rücken stärken

Um den bestehenden Problemlagen Herr zu werden, hat der Kreisfeuerwehrverband Schaumburg bereits im März 2016 beschlossen, einen Beirat zu gründen. Die konstituierende Sitzung des Gremiums findet am Mittwoch statt.

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Quelle: pr.

LANDKREIS. Die Aufgaben der Feuerwehr reichten heutzutage weit über die traditionelle Brandbekämpfung wie in den Anfangszeiten von vor 150 Jahren hinaus, sagt Kreisbrandmeister Klaus-Peter Grote. Gleichzeitig gestalte sich die Nachwuchsgewinnung immer schwieriger.

„Von dieser Maßnahme erhoffen wir uns“, so Grote, „eine bessere örtliche Vernetzung in den Bereichen Politik, Wirtschaft und Gesellschaft zu erreichen.“ So sei es die Aufgabe der Beiratsmitglieder, dem Verband beratend zur Seite zu stehen, Kontakte herzustellen sowie Projekte zu unterstützen – beispielsweise bei der Sponsorengewinnung zur Finanzierung besonderer Aktivitäten wie Jubiläen oder Messen.

„Wir sind in den letzten Jahren immer mehr zu einer universellen lokalen und regionalen Hilfeleistungsorganisation herangereift.“ Neben dem Retten von Menschen und Tieren, dem Löschen von Bränden auch die Bekämpfung und Vermeidung von Umweltbelastungen sowie der vorbeugende Brandschutz, die Brandschutzerziehung und die Brandschutzaufklärung zu den Aufgaben der Wehren. In den letzten Jahrzehnten habe die technische Hilfeleistung einen immer größeren Stellenwert erlangt. Mittlerweile umfasse diese drei Viertel aller Einsätze, Tendenz weiter steigend.

Ständige Einsatzbereitschaft gefragt

Das Aufgabenspektrum der technischen Hilfeleistung umfasse unter anderem die Rettung oder Bergung von Menschen und Tiere sowie die Beseitigung von Sturmschäden (Orkan „Kyrill“ 2007 und Sturmtief „Friederike“ 2017) und das Auspumpen von Kellerräumen,
Um diesen Aufgaben gerecht zu werden, sei es notwendig, „eine ständig einsatzbereite Feuerwehr mit gut ausgebildeten und qualifizierten Feuerwehrangehörigen vorzuhalten“.

Doch genau dort liege das Kernproblem der meisten Städte und Gemeinden. Zumal gut ausgebildetes Feuerwehrpersonal seinen Arbeitsplatz häufig nicht am Wohnort habe, sodass es schwierig werden, insbesondere zu den kritischen Zeiten von 6 bis 18 Uhr in der Woche ausreichend Personal vorzuhalten.

Der Kreisfeuerwehr-Chef rechnet zudem damit, dass auch in Zukunft der negative Trend beim Feuerwehrnachwuchs anhalten wird, weil es mittlerweile so viele verschiedene Freizeitmöglichkeiten gebe. Aktuell kann sich die Kreis-Jugendfeuerwehr jedoch noch über steigende Zahlen freuen.

Besetzt ist der Beirat des Kreisfeuerwehrverbandes mit einflussreichen Vertretern aus allen Bereichen der Gesellschaft (Behörden, Bildungs- einrichtungen, Brandschutzwesen, Dienststellen, Hilfsorganisationen, Kirchen, Verbänden, Wirtschaftsunternehmen und Kammern- und der Wissenschaft aus Schaumburg). „Ich habe ganz bewusst bei der Mitgliedersuche auf aktive Mitglieder vom Kreistag und Verwaltungen verzichtet, da es zu einem möglichen Interessenkonflikt kommen könnte“, erklärt Grote.  col

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