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„Betongold“ manchmal schwer zu versilbern

Landkreis / Immobilien „Betongold“ manchmal schwer zu versilbern

Ein prototypischer Fall in vielen Orten des Schaumburger Landes? Längst sind in den Neubaugebieten der sechziger, siebziger und achtziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts die Kinder der Bewohner aus dem Haus.

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Der Wiederverkaufswert einer Bestandsimmobilie wird maßgeblich von den Aufwendungen für die energetische Sanierung bestimmt.

Quelle: rg

Landkreis. Landkreis (jpw). Das einstmals schmucke, geräumige Eigenheim mit großem Garten ist zusammen mit den Eigentümern in die Jahre gekommen, da entschließen sich diese zum Verkauf.

 Doch für das, was sie einst als vermeintliches „Betongold“ erworben, und jahrelang als krisensichere Immobile abbezahlt haben, ist nur schwerlich ein Käufer zu finden. Und wenn, dann nur zu einem Preis, der den Umzug in eine kleinere, städtische Eigentumswohnung, oder gar gleich in „Betreutes Wohnen“ unmöglich macht.

 Von einem regelrechten Trend wollen die Fachleute mit Blick auf den Landkreis Schaumburg nicht sprechen, machen „in einem sicherlich nicht homogenen Gebiet“ auch keine Problemzonen aus. Stattdessen definieren die Experten die wichtigsten Faktoren für den Wiederverkaufswert der Immobilie, egal ob in der Neubausiedlung oder im alten Kern eines Ortes. „Entscheidendes Kriterium ist immer noch die Lage“, sagt Detlef Schröder, Immobilienberater und Architekt bei der Volksbank Hameln-Stadthagen.

 Für „problemlos“ halten Bauexperten den Umstieg von neuwertig auf neuwertig.

 Aber bei dem früher „Modernisierungkosten“ genannten Teil der Aufwendungen für ältere Häuser sind in den vergangenen Jahren Kosten für „energetische Sanierung“ hinzugewachsen. „Das steht heute an zweiter Stelle“, unterstreicht Achim Lüders, Leiter des Immobilienzentrums der Sparkasse Schaumburg. Seien diese Investitionen nicht getätigt und Geld gespart worden, sinke das Objekt eben entsprechend im Preis.

 Handelt es sich gar um betagte Häuser, an denen lange nichts mehr getan worden ist, droht sogar der Abriss: Während Schröder von Objekten spricht, die von seinem Geldinstitut nicht mehr zum Verkauf angeboten werden können; berichtet Lüders von „zwei bis drei Fällen“, in denen ein Haus auch gezielt gekauft worden sei, um es abzureißen, und in entsprechender Lage einen Neubau hinzusetzen. Ein Abriss eines „normalen Einfamilienhauses“ sei heute für rund 10000 Euro machbar.

 Dazu komme, dass bei Bestandsimmobilien die „Generation der Erben“ eine Menge Objekte auf den Markt bringe.

 Bei den Eigentumswohnungen in städtischer Lage – oftmals auch ein begehrtes Objekt für Senioren – „können wir gar nicht so viele vorhalten, wie nachgefragt werden“, sagt Schröder und bringt diesen Trend aber eher mit dem Wunsch zusammen, Geld anzulegen. Auch Lüders bestätigt eine rege Nachfrage, „Objekte mit einer vernünftigen Größe“ seien aber noch vorhanden.

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