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Aus der U-Haft direkt nach Wien

Bewährungsstrafe für Betrüger Aus der U-Haft direkt nach Wien

 Für den 15-fachen gewerblichen Betrug mithilfe von EC-Karten hat ein Kaufmann (58) nun eine Freiheitsstrafe von zwei Jahren auf Bewährung kassiert. Zugleich hob das Schöffengericht unter Vorsitz von Richter Christian Rost den Haftbefehl gegen den aus Ungarn stammenden Mann auf.

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Landkreis.. Dieser wurde im November 2015 in Wien festgenommen und nach Deutschland ausgeliefert. Seitdem saß er in Untersuchungshaft und verließ jetzt als freier Mann den Gerichtssaal. Sein Weg führt direkt zurück nach Wien: Familienmitglieder nahmen ihn nach der Verhandlung mit in die österreichische Hauptstadt, wo er wieder in der Firma eines Angehörigen arbeiten will.

Im Frühjahr 2014 kam der Angeklagte auf Einladung einer dem Gericht unbekannten Person nach Deutschland. Der Kaufmann, der angab, bis 2010 Regierungsabgeordneter in seinem Heimatland gewesen zu sein, wollte in der hiesigen Region Arbeit finden. Dafür würde er ein Konto benötigen, hieß es. Er eröffnete bei zwei Geldinstituten jeweils Konten, die auf Guthabenbasis geführt werden sollten. Mit den EC-Karten kaufte er dann munter ein, zumeist im dreistelligen Bereich.

Allerdings befand sich auf den Konten kein Geld. Die hauptsächlich in ostwestfälischen Geschäften erworbenen Waren behielt er eigenen Angaben zufolge nicht nur für sich. Er will die Gegenstände – vor allem Optikerwaren und Schuhe – seiner Kontaktperson übergeben haben. „Diese Sache bereue ich wirklich“, beteuerte der Angeklagte vor Gericht.

Nach diesen Taten erließ das Amtsgericht Bückeburg im Mai 2015 Haftbefehl gegen den Kaufmann. Ein halbes Jahr später wurde er aufgrund eines internationalen Haftbefehls in Wien festgenommen und nach Deutschland ausgeliefert.

Inzwischen ist der Schaden aus den Betrügereien im vierstelligen Bereich vollständig beglichen worden. Mit dem Urteil folgte das Schöffengericht dem Antrag von Oberstaatsanwalt Klaus Jochen Schmidt.  maf

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