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Aus dem Landkreis Bildungspaket zu 50 Prozent genutzt
Schaumburg Landkreis Aus dem Landkreis Bildungspaket zu 50 Prozent genutzt
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17:14 16.04.2012

Landkreis (ssr). Im ersten Jahr seien für 2742 Kinder und Jugendliche insgesamt 5523 einzelne Leistungen beantragt worden, nennt der Leiter des Kreissozialamtes, Heinz Kraschewski, konkrete Zahlen. 96 Prozent aller Anträge konnten positiv beschieden werden.

Den größten Anteil an den gewährten Leistungen machen nach Angaben des Bildungspaket-Experten im Sozialamt, Frank Rode, mit 43 Prozent die Zuschüsse für die Mittagsverpflegung an Kitas und Schulen aus. Es folgen die finanzielle Unterstützung von mehrtägigen Klassenfahrten (21 Prozent) und von eintägigen Ausflügen (zehn Prozent). Nach sehr schleppendem Beginn beträgt der Anteil der so genannten „Teilhabe“ (Zuschüsse etwa für Vereinsmitgliedschaften, Kursgebühren für Kreisjugendmusikschule oder Theaterbesuch) mittlerweile 19 Prozent.

Kreissozialdezernent Klaus Heimann zeigt sich einerseits zufrieden darüber, „dass wir seit Einführung des Pakets eine kontinuierliche Steigerung verzeichnen“. Im Umkehrschluss bedeute die aktuelle Quote aber auch: „Für jeden zweiten Anspruchsberechtigten werden bisher keine Leistungen in Anspruch genommen.“

Das gilt es nach Überzeugung von Heimann zu ändern: „Mit Blick auf soziale Prävention, die Verbesserung von Schulabschlüssen und die Vermeidung von Jugendarbeitslosigkeit kann es nur positiv sein, wenn vom Bildungspaket so viel wie möglich abgerufen wird.“

Noch intensiver als bisher soll nach Angaben von Heimann künftig vor allem „durch gezielte Schulsozialarbeit“ dafür gesorgt werden, „dass möglichst für jedes berechtigte Kind Ansprüche geltend gemacht werden“. Von Juni an soll das Kreissozialamt über vier zusätzliche Sozialarbeiter verfügen. Diese sollen als mobile Kräfte kreisweit an den Schulen in Sachen Bildungspaket tätig werden.

Die „Bildunsgpaket“-Sozialarbeiter sollen vor Ort noch intensiver und direkter als bisher möglich über die Angebotspalette aus dem Bildungspaket informieren und zur Nutzung animieren. Eltern sollen bei Bedarf bei der Antragstellung Unterstützung erhalten.

Nicht zuletzt will das Sozialamt auch die Kontakte unter anderem mit Trägern von Sport-, Kultur- und Bildungsangeboten verstärken. Diese Anbieter sollen motiviert werden, bei ihrer Kundschaft intensiver als bisher für die Nutzung der Teilhabeleistungen aus dem Bildungspaket zu werben.