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Bischof Manzke zu Gast an der Vatikan-Universität

Rom-Fahrt Bischof Manzke zu Gast an der Vatikan-Universität

Einen Monat lang ist Karl-Hinrich Manzke Gast im akademischen Herzen der weltweiten katholischen Kirche gewesen. In Rom wohnte der schaumburg-lippische Landesbischof in der Kommunität (deutsch: Lebensgemeinschaft) der Jesuiten, die die Universität des Vatikan, die „Pontificia Universitas Gregoriana“ betreiben.

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An der „Pontificia Universitas Gregoriana“ in Rom war Bischof Karl-Hinrich Manzke einen Monat lang tätig.  

Quelle: dpa

Landkreis. Landkreis. Dort teilte der Lutheraner das Leben der Professoren, studierte und trat in einigen Veranstaltungen selbst als Lehrender auf. Der promovierte Theologe war der erste Protestant überhaupt, dem ein solcher Daueraufenthalt in der Lebensgemeinschaft der „Gregoriana“ ermöglicht wurde. „Das war eine ökumenische Sensation“, bewertet der Bischof die Einladung.

Manzke ist als sogenannter Catholica-Beauftragter der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirchen Deutschlands (VELKD) für die Beziehungen zur katholischen Kirche zuständig. Im Rahmen seines Antrittsbesuches bei Papst Franziskus im Jahr 2014 war der Aufenthalt an der „Gregoriana“ eingefädelt worden. Dabei hat der Papst laut Manzke das Verhältnis von Katholiken und Lutheranern als „besonders vertrauensvoll“ bezeichnet. „Daher ist es nicht von ungefähr gekommen, dass ich als lutherischer Bischof als erster Nicht-Katholik eine solche Einladung an die ,Gregoriana‘ bekommen habe“, sagt der Landesbischof.

In der Jesuiten-Kommunität wohnte Manzke wie die 50 dort lebenden männlichen Professoren in einem kleinen Einzelzimmer. „Tisch, Stuhl und Bett, WC über den Flur“, beschreibt der Bischof die Umstände. Um 6 Uhr morgens sei zur ersten Andacht gerufen worden, abends um 21 Uhr habe man sich zum letzten Tagesgebet getroffen. Bei den Mahlzeiten, aber auch ansonsten im Tagesverlauf hätten sich viele Möglichkeiten zu Gespräch und Austausch ergeben, erzählt der Bischof: „Ich konnte viele Kontakte knüpfen.“

Dabei sei er von Lehrenden wie von Studenten viel darüber befragt worden, „was Luther lehrt“. In Seminaren habe er dazu eigene Lerneinheiten angeboten. So etwa über das lutherische Verständnis des Abendmahls und über die lutherische Sicht auf die Umgehensweise der katholischen Kirche mit konfessionsgemischten Ehen. Das alles in italienischer Sprache. Diese zu erlernen hatte Manzke zu Studienzeiten begonnen, seine Kenntnisse vertiefte er jüngst mittels eines Privatlehrers.

Besonders beeindruckt an der „Gregoriana“ hat Manzke nach eigenem Bekunden „das interkulturelle Lernen, das dort gepflegt wird“. Die rund 3000 Studenten kämen aus 80 Ländern rund um den Globus. Diese unterschiedlichen kulturellen Hintergründe in einen fruchtbaren Austausch zu bringen, „das können die Jesuiten, das ist wirklich bewundernswert“, so Manzke. In Gesprächsrunden gehe es dabei beispielsweise um Fragestellungen wie: „Wer in Deiner Familie entscheidet, wen die Tochter heiratet?“

Sehr dankbar sei er für die gesammelten „Pionier-Erfahrungen“, bilanziert Manzke. Diese würden künftig zu seinem Engagement beitragen, dass sich die Beziehungen zwischen Lutheraner und Katholiken weiterentwickeln. ssr

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