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Bleiben oder umziehen?

Landkreis / Synode Bleiben oder umziehen?

Bleiben oder umziehen? Diese Frage stellt sich den Synodalen der schaumburg-lippischen Landeskirche bei ihrer Herbsttagung am kommenden Wochenende mit Blick auf den Sitz des Landeskirchenamtes.

Landkreis (ssr). Die Alternativen: Die Synodalen könnten sich zum einen für den Verbleib im jetzigen Gebäude an der Bückeburger Herderstraße entscheiden. Dieser Traditionssitz, das sogenannte „Herderhaus“, ist freilich sehr sanierungsbedürftig, die unabweisbaren Kosten dafür werden auf rund eine Million Euro geschätzt. Das Haus befindet sich übrigens in Besitz der Kirchengemeinde Bückeburg.

 Oder die Entscheidung könnte zugunsten eines Umzugs an die Bahnhofstraße der ehemaligen Residenzstadt fallen – in ein Sandsteingebäude im Besitz der Sparkasse Schaumburg. Nach Informationen aus Kirchenkreisen wären für diese Kaufoption ebenfalls etwas mehr als eine Million Euro anzusetzen.

 Wie Synodenpräsident Klaus-Dieter Kiefer auf Anfrage mitteilte, hält der Landeskirchenrat „beide Alternativen für attraktiv“. Allerdings klinge im Vorfeld durch, dass dieses Leitungsgremium nach Abwägung aller Aspekte eher zum Verbleib im Herderhaus tendiert, weil diese Lösung aus dessen Sicht in der Kirchenmitgliedschaft die größere Akzeptanz finden würde. Allerdings: Die Kirchenleitung überlässt die Entscheidung ergebnisoffen ganz und gar den 30 Synodalen.

 Diese sollen sich während der Herbstsynode am kommenden Sonnabendvormittag per Ortsbegehung beide Optionen intensiv anschauen, und zwar unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Anschließend wird debattiert. Diese Diskussion könnte heftig verlaufen, da es überzeugte Anhänger eines Verbleibs im „Herderhaus“ gibt, vor allem unter Synodalen aus Bückeburg und dessen direktem Umfeld. Andere Synodenmitglieder verweisen auf eine zeitgemäßere Funktionalität des Gebäudes an der Bahnhofstraße.

 Weitere Themen der Herbstsynode werden Zwischenberichte zur Pfarrstellenplanung, die in einem Jahr in ein Kirchengesetz gegossen werden soll, und zur Umsetzung der Ergebnisse der Zukunftskonferenz sein. Beraten werden soll auch über die Struktur der Rechnungsprüfung in der Landeskirche. Zudem bekommen die Synodalen Berichte von überregionalen Synoden zu hören. Schließlich hält die Direktorin des evangelisch-lutherischen Missionswerks in Niedersachsen, Martina Helmer-PhamXuan, ein Grundsatzreferat über die Perspektiven dieser Einrichtung, die von der hiesigen Landeskirche mitgetragen wird.

 Die Herbstsynode wird am Freitag, 16. November, 17 Uhr mit einem Gottesdienst in der Stadtkirche Bückeburg eröffnet. Um 18.30 Uhr beginnen die Beratungen im benachbarten Kirchengemeindehaus. Für Sonnabend, 17. November, ist die Sitzung dort von 9 bis 17 Uhr angesetzt. Die Synode ist öffentlich, mit Ausnahme der Ortsbegehung.

 Künftiger Sitz des Landeskirchenamtes Schwerpuntkthema der Herbstsynode am Wochenende

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