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Bündnis gegen Depression geplant

Gründungsveranstaltung am 26. Oktober im Kreishaus Bündnis gegen Depression geplant

Der schwierige Umgang mit Depressionen, die oftmals in einer Verbindung mit anderen Beschwerden auftritt, stellt für Detlef Dietrich einen der wesentlichen Gründe dar, zusammen mit seinen Mitstreitern den Aufbau des „Schaumburger Bündnisses gegen Depression“ ins Auge zu fassen. Dietrich ist Ärztlicher Direktor und Leitender Arzt der Abteilung Psychiatrie und Psychotherapie an der Burghof-Klinik Rinteln.

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Wollen gemeinsam das „Schaumburger Bündnisses gegen Depression“ gründen: Klaus Malchau (von links), Andreas Landmann, Simone Mensching, Stefan Follmann, Detlef Dietrich.

Quelle: rg

Landkreis. „Depressionen sind eine der häufigsten Krankheiten überhaupt. In Deutschland erkranken pro Jahr 5,3 Millionen daran. Und dies sind nur die Fälle, in denen wir Bescheid wissen. Es gibt darüber hinaus eine hohe Dunkelziffer“, erklärt Dietrich.
Mit dem Zusammenschluss wollen die verantwortlichen Personen unter anderem die Bevölkerung über die Krankheit aufklären und sie für dieses Thema sensibilisieren. Die Gründungsveranstaltung des Bündnisses findet am Mittwoch, 26. Oktober, im Sitzungssaal des Stadthäger Kreishauses statt. Impulsvorträge zur Thematik sollen die Anwesenden mit jener Angelegenheit vertraut machen. Moderiert wird die Veranstaltung von Gabriele Hausmann, bis 2014 Gesundheitsredakteurin bei NDR 1 Niedersachsen. Das Ereignis steht unter der Schirmherrschaft von Landrat Jörg Farr, der, genau wie Stadthagens Bürgermeister und sein Bückeburger Kollege Reiner Brombach, bei jener Veranstaltung ein Grußwort halten wird.
Das Projekt wird durch Zuschüsse und private Spenden finanziert. Beteiligt sind dabei die Robert-Enke-Stiftung, die Burghof-Klinik sowie die Sparkasse Schaumburg. Ungefähr 40 Personen, darunter Klaus Malchau von der Geschäftsführung des Sozialpsychiatrischen Verbands im Landkreis Schaumburg, Stefan Follmann, Sozialpädagogischer Leiter des Senioren- und Pflegestützpunktes des Landkreises, Simone Mensching, Betriebsstättenleiterin bei der Paritätischen Lebenshilfe und Andreas Landmann, Geschäftsführer von Inklusionsnetz.de und Hof Windheim gGmbH, kommen regelmäßig zusammen, setzen sich damit auseinander. Dabei handele es sich aber nicht um einen geschlossenen Kreis, betont Dietrich: „Dieses Bündnis steht allen Menschen, die interessiert sind, offen.“
Mit der Gründung des Bündnisses und den geplanten folgenden Aktivitäten verfolgt die Gruppe mehrere Ziele. Es sollen Energien gebündelt, von der Erkrankung betroffene Patienten vermittelt, psychiatrische Expertise mit eingebunden werden. Von einer intensiveren Auseinandersetzung mit dem Thema würden nach Auffassung der Mitglieder des Bündnisses viele Seiten profitieren: Die unmittelbar Betroffenen, bei denen jene Erkrankung aufgrund von Beobachtungen durch andere schneller erkannt sowie behandelt werden könnte, deren Angehörige sowie Arbeitgeber von an Depressionen erkrankten Menschen.

von Andreas Ohler

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