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Bündnis will Landwirtschaft umbauen

Kobbensen/Landkreis / Agrarwende Bündnis will Landwirtschaft umbauen

Ein bundesweites Bündnis namens „Meine Landwirtschaft“ will die Agrarwende vorantreiben. Jetzt hat sich auch in Schaumburg eine Gruppe zusammengefunden, die dieses Ziel verfolgt.

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Hans Foldenhauer (links) und Günther Hartung engagieren sich im Bündnis „Meine Landwirtschaft“.

Quelle: pr.

Kobbensen/Landkreis. Im Mittelpunkt wird im Sommer eine Veranstaltung auf dem Hof von Christoph Meier in Kobbensen stehen.

 Dem Bündnis „Meine Landwirtschaft“ sind inzwischen mehr als 40 Vereine, Verbände und Organisationen beigetreten, von A wie „Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft“ bis Z wie „Zukunftsstiftung Landwirtschaft“. Die Spannbreite ist groß, sie reicht vom eindeutigen Ökoanbieter „Bioland“ bis zum „Bundesverband Deutscher Milchviehhalter“, der herkömmlich wirtschaftende Mittelständler vertritt. Das Bündnis hat ehrgeizige Forderungen formuliert: Weltweit gesunde Nahrung, kostendeckende Preise, Tierschutz, Artenvielfalt, Klimaschutz und Innovation (ohne auf Gentechnik zurückzugreifen). Das Bündnis zielt vor allem auf die Europäische Union, die im kommenden Jahr den Agrarbereich reformieren wird.

 In Schaumburg koordiniert das Diakonische Werk (DW) die Aktivitäten des Bündnisses „Meine Landwirtschaft“, in dem es mit der Aktion „Brot für die Welt“ vertreten ist. „Auch hierzulande wollen viele Menschen die Agrarwende“, sagte DW-Geschäftsführer Günter Hartung, als sich jetzt die Schaumburger Gruppe von „Meine Landwirtschaft“ gründete. Im Gemeindehaus der evangelischen Kirche Lindhorst stellte Hans Foldenhauer, Vorstandssprecher im „Bund Deutscher Milchviehhalter“, die Ziele der Initiative vor. „Wir wollen nicht nur pädagogisieren, sondern zeigen, wie es besser geht“, sagte Günter Hartung vom Diakonischen Werk. Nahrung zähle zu den Grundbedürfnissen des Menschen, heißt es in einer Broschüre von „Meine Landwirtschaft“, deswegen müsse es allen Menschen wichtig sein, was sie essen und wie dieses Essen produziert wird. Die Produktion von Nahrungsmitteln dürfe nicht allein durch eine kleine Zahl von Handelskonzernen und Großunternehmen bestimmt werden.

 Auf den 16. Juni lädt die Schaumburger Sektion von „Meine Landwirtschaft“ unter dem originell zweideutigen Titel „Bauer hält Hof“ nach Kobbensen ein, wo Christoph Meier 30 Stück Milchvieh hält. Vor zwölf Jahren hatte er seinen Betrieb umgestellt, seitdem ist er „Bioland“-Mitglied. Futter für die Kühe kauft Meier nicht über den anonymen Handel, er erzeugt es auf dem Hof selbst. Die Meier’sche Milch geht an eine Molkerei im Sauerland. „’Bauer hält Hof‘ wird nicht unsere einzige Veranstaltung bleiben“, sagte Günter Hartung. Als Ziel schwebt ihm eine „Plattform für Aktionen und Austausch“ vor, die mindestens einmal pro Jahr die Öffentlichkeit sucht, um für gesunde, nachhaltige, mittelständische Landwirtschaft zu werben.

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