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Bürgerbus kommt mit dem Klinikum

Erste Haltepunkte im Gespräch Bürgerbus kommt mit dem Klinikum

Die Stadt Obernkirchen will zusammen mit der Samtgemeinde Eilsen zeitgleich mit der Eröffnung des Klinikums Schaumburg 2016 eine neue Buslinie aus der Taufe heben – mit der Gesundheitseinrichtung in der Feldmark als zentraler Dreh- und Angelpunkt eines künftigen Ringverkehrs.

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Mit dem fertigen Klinikum – hier eine aktuelle Abendaufnahme der Baustelle – soll auch ein Bürgerbus installiert werden. 

Quelle: fwi

Obernkirchen. Während der jüngsten Zusammenkunft des Obernkirchener Behinderten- und Seniorenbeirats sind nun weitere Einzelheiten zur Sprache gekommen.

Laut Oliver Schäfer soll der Bus zu erstens regulären und zweitens festen Zeiten verkehren und so den Linienverkehr ergänzen. „Keinesfalls“, so der Bergstadt-Bürgermeister, „wollen wir den Taxen oder dem ÖPNV Konkurrenz machen“.

Die Stadt möchte sich das Busprojekt noch in der aktuellen Leader-Periode fördern lassen und dabei am liebsten einen oder mehrere Busse einsetzen, die – umweltfreundlich – mit Hybrid oder gar Elektroantrieb unterwegs sind.

Weil – gefühlt – aber nichts Wert hat, was nichts kostet, soll von den Fahrgästen für die Benutzung des Busses ein geringes Entgelt verlangt werden, möglicherweise auch von denjenigen Geschäften, die angefahren und denen so zusätzliche Kunden zugeführt werden. Denkbare Fahrtzeiten sind nach Dafürhalten des Rathauschefs morgens ab 8 oder 9 Uhr bis nachmittags, 16 oder 17 Uhr.

Auch eine mögliche Strecke hat Schäfer, Obernkirchen betreffend, schon im Kopf: Alte Post – Markant – Klinikum – Lidl – E-Center – Rewe und zurück. Diese Strecke könnte aber ebenso gut auch andersherum abgefahren werden.

Angesiedelt werden könnte der Bürger- oder Stadtbus organisatorisch in einer Sparte der erst unlängst gegründeten Obernkirchener Stadtentwicklungs- und Beteiligungsgesellschaft (OSB). Die würde dann einen Hauptverantwortlichen einstellen, der die Fahrer und Fahrten der Ehrenamtlichen koordiniert und sich darum kümmert, dass die Busse in gutem Zustand sind.

„Die Mitglieder des Obernkirchener Seniorenbeirats scheiden als Fahrer aus – allein schon aus Altersgründen“, macht Beiratschef Albrecht Stein deutlich. Das Gremium bezweifelt darüber hinaus, dass sich in den Städten überhaupt genug Ehrenamtliche finden lassen; es sieht mit Masse den Landkreis Schaumburg in der Pflicht, für Menschen am Steuer zu sorgen.

Außerdem könne die Kooperation mit der Samtgemeinde Eilsen allenfalls der erste, nicht aber der letzte Schritt in Sachen Bürger- oder Stadtbus sein; andere Kommunen müssten nach Dafürhalten des Beirats mit ins Boot – „allein schon, damit die Obernkirchener die dortigen Fachärzte aufsuchen können“.

Zur Erinnerung: Die Begehrlichkeiten in Sachen Bürgerbus hatten zuletzt Meldungen befeuert, nach denen der Anrufbus in den Samtgemeinden Niedernwöhren und Nienstädt gut angenommen wird; dort stellt der Landkreis das rollende Material. Die Dispositionszentrale hat ihren Sitz in Niedernwöhren, ein hauptamtlicher Disponent koordiniert die kostendeckenden Fahrten der inzwischen vier Busse.

Derweil gehen die Mitglieder des Seniorenbeirats der Samtgemeinde Sachsenhagen bereits von Haus zu Haus, werben mit Handzetteln um mehr Fahrer für einen Anrufbus. Sieben Fahrer hatten sich bisher gemeldet, 15 müssten es sein, damit das Projekt starten kann.

Für einen Bürgerbus im Linienverkehr gilt allgemein: Es müsste ein Antrag bei der Landesnahverkehrsgesellschaft gestellt werden. Gebraucht werden 20 bis 35 Fahrer. Sie müssen mindestens 21 Jahre alt sein, einen Führerschein der Klasse B sowie mindestens zwei Jahre Fahrpraxis besitzen.

Fahrer bis 65 Jahre müssen alle fünf Jahre ihre Tauglichkeit prüfen lassen, ab 65 sogar jährlich. Für die Organisation und den Betrieb müsste ein Verein aus Vorsitzendem, Stellvertreter, Geschäftsführer, Kassenwart, Schriftführer und Beisitzern gegründet werden.

Diesen Vereinsstatus indes will man in Obernkirchen nicht. „Wir wären die Ersten, die’s privatrechtlich organisieren würden“, sagt Schäfer. tw

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