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Bürgerinitiativen demonstrieren gemeinsam gegen die ICE-Trassenpläne

Protest im Verbund Bürgerinitiativen demonstrieren gemeinsam gegen die ICE-Trassenpläne

„Nur gemeinsam sind wir stark.“ Unter diesem Motto haben rund 300 Menschen im zu Barsinghausen gehörenden Ortsteil Groß Munzel gegen die geplante neue ICE-Trasse zwischen Hannover und Porta Westfalica demonstriert.

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Der Protest gegen die aktuellen Pläne der Bahn vereint 300 Menschen.  Foto: jp

LANDKREIS/GROSS MUNZEL..  Aufgerufen zu der gemeinsamen Kundgebung hatten die vier längs der geplanten Neubaustrecke aktiven Bürgerinitiativen, also neben der heimischen Bürgerinitiative gegen den trassenfernen Ausbau der Bahn Bigtab auch die Nenndorfer Bürgerinitiative „Mit Masse gegen die Trasse“, die Bürgerinitiative Seelze gegen die Bahntrasse und die Bürgerinitiative für den ländlichen Raum Munzel.

Als Sprecher traten während der Kundgebung die Grünen-Politikerin Katja Keul, Bundestagsabgeordnete des Wahlkreises Nienburg II-Schaumburg, die Bürgermeister Marc Lahmann (Barsinghausen), Ulrich Troschke (Wunstorf), Detlef Schalhorn (Seelze) und Stefan Mohme stellvertretend für den Portaner Bürgermeister Bernd Hedtmann sowie Vertreter der beteiligten Bürgerinitiativen ans Mikrofon.
Ein derartig gewaltiges Bauvorhaben wie die neue ICE-Trasse aus dem Projekt 2-016-V01 des Bundesverkehrswegeplans 2030 sei keinesfalls zu rechtfertigen, nur um acht Minuten Fahrtzeit zwischen Hannover und Bielefeld einzusparen, lautete der Grundtenor aller Redner.

Die Politiker sollten lieber für mehr Pünktlichkeit bei der Bahn sorgen, statt mit Milliardenbeträgen an einem Luxusproblem herumzudoktern, forderte Gerald Schroth, Vorsitzender der Bürgerinitiative für den ländlichen Raum Munzel. Die Bundestagsabgeordnete Keul sprach sich erneut für einen Ausbau der bestehenden Trasse von zwei auf vier Gleise aus: „Natürlich will ich einen Ausbau der Bahn, aber wir müssen ihn so machen, dass er im Verhältnis steht.“

Barsinghausens Bürgermeister Lahmann verwies auf die schwerwiegenden Auswirkungen des geplanten Trassenneubaus sowohl für die Wohnbevölkerung und die Entwicklung der Deistergemeinde als auch auf Naturschutzhabitate und Trinkwasserschutzgebiete: „Wer will die Trasse? Offensichtlich weder die Bahn, noch die Kommunen und auch nicht das Land Niedersachsen.“

Doch gerade über die Position des Landes Niedersachsen bestehen – ganz im Gegensatz zum ebenfalls betroffenen Nordrhein-Westfalen – innerhalb der Bürgerinitiativen noch erhebliche Zweifel. Denn während sich die Landesregierung in Düsseldorf in Form einer schriftlichen Stellungnahme von Verkehrsminister Michael Groschek unmissverständlich gegen die „Tunneltrasse“ aussprach, fehlt es dazu aus Hannover bislang an offiziellen Aussagen jeglicher Art. Erst im September wolle man sich dort mit den Neubauplänen beschäftigen, war kürzlich nach einem Gespräch des Bückeburger SPD-Ratsherren Wolfhard Müller mit Niedersachsens Wirtschafts- und Verkehrsminister Olaf Lies bekannt geworden.

Thomas Rippke aus Bückeburg, Sprecher der Bürgerinitiative gegen den trassenfernen Ausbau der Bahn in Schaumburg, Minden und Porta Westfalica, legte wie schon eine Woche zuvor bei der Versammlung der Bigtab in Petzen den Finger in die Wunde: „Wo bleibt die Niedersächsische Landesregierung“, wollte er wissen und kritisierte: „Ministerpräsident Stephan Weil und Wirtschaftsminister Olaf Lies sind extrem passiv. Müssen es wie schon 2004 die Kollegen aus Nordrhein-Westfalen richten?“ jp

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