Menü
Schaumburger Nachrichten | Ihre Zeitung aus Schaumburg
Anmelden
Aus dem Landkreis Bundespolizist steht vor Gericht
Schaumburg Landkreis Aus dem Landkreis Bundespolizist steht vor Gericht
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:16 21.07.2016
Am Harrenhorst gehen die Dinge am Montag wieder ihren gewohnten Gang. Quelle: Symbolfoto
Anzeige
Landkreis/Hannover

Der zunächst mit Foltervorwürfen konfrontierte Bundespolizist kommt am Dienstag wegen des Besitzes von Kinderpornografie und verbotener Waffen vor Gericht. Der 40-Jährige soll sich laut Anklage über das Internet kinderpornografische Bilder und Videos verschafft haben. Bei Hausdurchsuchungen sei bei ihm außerdem eine Pumpgun mit Schrotmunition entdeckt worden.

Weil der Mann im Kollegenkreis Handy-Fotos von der angeblichen Misshandlung zweier Flüchtlinge auf der Wache im Hauptbahnhof Hannover verschickt hatte, war zunächst auch wegen Misshandlung ermittelt worden. Mangels hinreichenden Tatverdachts wurde dieses Verfahren eingestellt. Der Beamte gab später an, die angebliche Misshandlung sei nur Prahlerei gewesen. Der Mann habe randaliert und sei deshalb gefesselt worden.

Allerdings muss der Beamte sich jetzt auch wegen eines Verstoßes gegen das Kunsturheberrechtsgesetz verantworten, weil er das Foto eines der Flüchtlinge ohne dessen Einverständnis verbreitet hatte.

Schaumburger hat 14-Jähriger ein pornografisches Foto von sich geschickt

Bereits im Oktober hatte der Schaumburger eine Geldstrafe zahlen müssen, weil er ein pornografisches Foto von sich einer 14-Jährigen geschickt hatte, die er in einem Zug angesprochen hatte.

Als Reaktion auf die Misshandlungsvorwürfe hatte Bundespolizei-Präsident Dieter Romann eine Sonderbeschwerdestelle angekündigt, die Beamten das Melden von Vergehen in den eigenen Reihen vereinfachen soll. Auch in der Wache am Hauptbahnhof Hannover gab es eine interne Untersuchung. Zu deren Ergebnissen wollte die Bundespolizei nichts mitteilen. Die Foltervorwürfe hatten zunächst für große Empörung gesorgt.

Anzeige