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Bushaltestellen: Fahrgäste stehen im Regen

Beschilderung und Wartehäuschen fehlen Bushaltestellen: Fahrgäste stehen im Regen

Lieferschwierigkeiten haben dazu geführt, dass einige der im Zuge der Fahrplanänderungen eingerichteten neuen Bushaltestellen im Landkreis derzeit noch schwer zu finden sind.

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Auf Haltestellen-Schilder mit Fahrplan mussten zahlreiche Fahrgäste in Schaumburger bisher verzichten.

Quelle: rg

Landkreis. An der Sülbecker Straße in Sülbeck befindet sich eine von insgesamt 29 Haltestellen, die weder ein Schild noch einen Fahrplan aufweisen – ganz zu schweigen von einem Häuschen, in dem die Fahrgäste Schutz vor Wind und Wetter finden.

 „Das Schild sollte eigentlich schon bis zum Ende der Sommerferien aufgestellt sein“, sagt der Nienstädter Bürgermeister Gerhard Widdel. „Die Schüler wissen gar nicht, wo der Bus hält.“ Anwohner Rolf Dreier vom Seniorenbeirat der Gemeinde bezeichnet die Situation gar als gefährlich. „Außerdem wissen die Leute nicht, wann der Bus fährt.“

 Nach Angaben des Landkreises sind neben der Gemeinde Nienstädt auch Haltestellen in Bad Eilsen, Bückeburg, Obernkirchen, Niedernwöhren, Sachsenhagen, Lindhorst, Bad Nenndorf und Stadthagen betroffen. In diesen Tagen werde die Schaumburger Verkehrsgesellschaft mit der Montage der fehlenden Schilder samt Fahrplan beginnen.

 „Aufgrund von Lieferschwierigkeiten des Schilderherstellers ist es leider zu der Verzögerung gekommen. Ursprünglich hatten die Haltestellen bereits zum Schulstart im September ausgeschildert sein sollen“, bedauert Kreisrätin Katharina Augath. Darum, dass die Fahrgäste nicht mehr im Regen stehen, müssten sich dagegen die Gemeinden selbst kümmern.

 In der Samtgemeinde Rodenberg ist laut dessen Bürgermeister Georg Hudalla ein Fall bekannt, wo eine neue Haltestelle möglicherweise eine Behausung bekommen soll. Die Entscheidung, ob ein solches Häuschen gebaut wird, „hängt zum einen vom Bedarf und zum anderen von den baulichen Voraussetzungen ab“, erklärt Hudalla. In Algesdorf gebe es einen Unterstand, der nach der Zusammenführung des Schüler- mit dem Linienverkehr seinen Nutzen verloren habe, während an einer anderen Stelle eine durch den Schülerverkehr neue Bedarfssituation entstanden sei.

 „Wir bemühen uns, hier die beste Lösung zu finden“, sagt Hudalla. Das Häuschen einfach umzusetzen, sei nicht möglich, da am Zielort die baulichen Gegebenheiten einen solchen Unterstand nicht zulassen. „Es laufen Gespräche zwischen der Stadtverwaltung und den Verkehrsbetrieben.“

 Auch der Landkreis wird den Gemeinden in dieser Sache helfen: Augath verspricht eine zeitnahe Bearbeitung der Anträge auf Bezuschussung durch Regionalisierungsmittel.

 Widdel hat für Nienstädt bereits einen solchen Zuschuss beantragt. Für ein Wartehäuschen kalkuliert der Bürgermeister mit mindestens 7000 Euro. Bis zu 75 Prozent der Kosten übernimmt das Land, der Kreis stockt den Zuschuss auf 90 Prozent auf.  ber, js

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