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Bustür bleibt zu

Schüler stehen in Stadthagen Bustür bleibt zu

Da ist das neue Schuljahr für viele Kinder alles andere als erfreulich gestartet: Weil die Busse vollkommen überfüllt waren, ließen die Busfahrer die Kinder am Freitag nach Schulschluss am ZOH an der Jahnstraße einfach stehen. Vor allem die Fünftklässler, für die das Busfahren eine neue Erfahrung ist, dürften verzweifelt gewesen sein.

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LANDKREIS. „Es handelt sich definitiv um unser Verschulden“, gibt Dirk Rottmann, Geschäftsführer der Rottmann & Spannuth Omnibusverkehre (RSO) GmbH, zu.

Wie Eltern den SN berichteten, sollen die Busfahrer einige Schüler aufgefordert haben, den hoffnungslos überfüllten Bus wieder zu verlassen. Rottmann erklärt, dass die Fahrer nicht nach den geltenden Vorschriften gehandelt hätten: „Die Kommunikation zwischen den Busfahrern und der Disposition fehlte.“ Die beiden Busfahrer, die hintereinander an der Haltestelle gestanden haben, hätten nicht miteinander gesprochen. Denn eigentlich müssten sie sich absprechen, wenn die Busse voll seien, erläutert Rottmann, um die Kinder auf die Busse zu verteilen.

Zumal immer die Möglichkeit bestehe, dass sich die Busse in Schierneichen treffen, damit Kinder, die in die falsche Richtung unterwegs seien, umsteigen können. „Wir hätten außerdem noch einen weiteren Bus gehabt, den wir hätten einsetzen können“, sagt Rottmann verärgert. Er habe sich bei den Eltern bereits per E-Mail entschuldigt und hoffe, dass sich solch ein Vorfall nicht wiederholen werde. Aus diesem Grund würden ab sofort Gelenkbusse eingesetzt.

Bei den Schulen ist der Vorfall derweil nicht bekannt geworden, wie die Anfrage beim Wilhelm-Busch-Gymnasium, dem Ratsgymnasium und der IGS Schaumburg gezeigt hat. Dort seien keine Kinder von der Bushaltestelle zurückgekommen. Offenbar wussten sich die Schüler anderweitig zu helfen und haben entweder mit eigenem Mobiltelefon oder mit dem eines Mitschülers die Eltern benachrichtigt, sodass sie diese abholen konnten. Es haben sich wohl auch Fahrgemeinschaften gebildet.

Anja Gewald: Chaos am Schulanfang normal

9000 Schüler zählt der Landkreis, die auf die Beförderung angewiesen sind (darin enthalten sind nur die Schüler, die für ihre Fahrkarte nicht selbst zahlen). Wie viele Fahrzeuge im Einsatz sind, kann der Landkreis nicht beziffern, es gebe allerdings 250 Fahrten pro Tag, die von RSO (Linie 24) sowie der Schaumburger Verkehrsbetriebe (SVG) (Linie 2004).

Mit den Verkehrsbetrieben sei abgesprochen, dass ein mit Schülern besetzter Bus ab einer Auslastung von 80 Prozent voll ist. Dies soll übermäßiges Gedränge vermeiden, erklärt Landkreissprecherin Anja Gewald. Planmäßig seien mehrere Busse pro Linie zur Stoßzeit unterwegs – die Schüler gleichmäßig auf die nacheinander haltenden Bussen zu verteilen, sei jedoch schon immer ein großes Problem gewesen. Gerade zu Beginn des Schuljahrs würde es jedoch immer etwas chaotischer zugehen, so Gewald.

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