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Cammer: Nitratgehalt erheblich reduziert

Lanze für die Landwirtschaft Cammer: Nitratgehalt erheblich reduziert

Cammers Ehrenortsbürgermeister Friedrich Rösener möchte eine Lanze für die heimische Landwirtschaft brechen. Daher macht der Tischlermeister auf die Nitratwerte im hofeigenen Brunnenwasser aufmerksam. Die wurden innerhalb von zehn Jahren um mehr als 100 Milligramm pro Liter reduziert.

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Friedrich Rösener ist stolz auf sein Brunnenbauwerk.

Quelle: bus

Cammer. „Bei der ersten Messung 2006 betrug der entsprechende Wert 156 Milligramm pro Liter und lag damit bemerkenswerte 106 Punkte über dem gesetzlich zugelassenen Grenzwert“, erläutert Rösener. Zehn Jahre darauf hätte die Partnerschaftspraxis für Laboratoriumsmedizin und Mikrobiologie (Nordlab, Hameln) in Zusammenarbeit mit den Stadtwerken Schaumburg-Lippe einen Wert von nur noch 27,7 Milligramm festgestellt.

 „Somit kann man das Wasser ohne Bedenken trinken.“ Und somit könne zudem zumindest im Umfeld des Brunnens nicht von einem übermäßigen Nitrateinsatz durch die bäuerlichen Betriebe die Rede sein. Das Labor attestiert dem kühlen Cammeruner Nass überdies, klar und farblos, ohne Bodensatz und frei von wahrnehmbarem Fremdgeruch zu sein. Darüber hinaus enthielt die Probe 159 Milligramm Calcium pro Liter, 16,3 Milligramm Magnesium und 11,3 Milligramm Kalium.

Ein Schmuckstück

 Der vor rund 15 Jahren errichtete Brunnen steht auf der Hofstätte Cammer No. 31, die im Volksmund auch als „Hermannsburg“ bekannt ist. Die Gründung der 1963 einem Feuer zum Opfer gefallenen Stätte wird auf Johann Christopher Achilles zurückgeführt, der 1764 die in Päpinghausen geborene Anna Catharina Schering zur Frau nimmt. Der Name Rösener kommt 1805 ins Spiel, als Christian Friedrich Achilles die 1780 in Wietersheim geborene Anna Maria Luise Rösener heiratet. Aus dem Jahr 1846 ist ein Besitzerwechsel des Anwesens überliefert – Anton Heinrich Achilles verkaufte an den Einlieger Cammer No. 33.

 Der Brunnen hatte viele Jahre lang unter einer knapp ein Meter mächtigen Erdschicht gelegen und war in Vergessenheit geraten. In früheren Jahren soll er der ergiebigste im Ort und bei Wasserknappheit das Trinkwasserreservoir vieler Dorfbewohner gewesen sein.

Spirituosen im Vogelhäuschen

Rösener ließ aus dem sieben Meter tiefen Schacht in mehr als 200 Arbeitsstunden ein Schmuckstück entstehen, das sowohl unterirdisch als auch an der Erdoberfläche Aufsehen erregt.

 Auf der Sohle des akkurat aus Feldbrandklinkern gemauerten Kesselbauwerks leuchtet ein Unterwasser-Scheinwerfer die Konstruktion aus. Auf das Mauerrund hat der Tischlermeister ein schmuckes Holzdach gesetzt. Die zur Besichtigung frei zugängliche Konstruktion weist als weitere Besonderheit ein an ein Vogelhäuschen erinnerndes Holzkästlein auf. Hinter dessen Tür verbirgt sich eine per Selbstbedienung zu verzehrende Spirituose. „Ebenfalls von ausgezeichneter Qualität“, so Rösener. bus

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