Menü
Schaumburger Nachrichten | Ihre Zeitung aus Schaumburg
Anmelden
Aus dem Landkreis Christoph Ochs drängt auf Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung
Schaumburg Landkreis Aus dem Landkreis Christoph Ochs drängt auf Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:28 24.04.2015
Keiner blitzt öfter: An der A2 leistet die Radaranlage am Bielefelder Berg seit anderthalb Jahren Schwerstarbeit. Quelle: dpa
Anzeige

Landkreis. Angesichts der regelmäßigen schweren Unfälle sei es nicht nachvollziehbar, dass sich die Installation der stationären Geschwindigkeitskontrolle im Schaumburger Autobahnabschnitt verzögere. Mit einer Abschnittskontrolle an der A2 will Ochs das Gefahrenpotenzial dauerhaft entschärfen und damit eine jahrelange Diskussion beenden.

Die hohe Anzahl an Unfällen in dem 34 Kilometer langen Streckenabschnitt hatte dazu geführt, dass zunächst eine Blechbeschilderung, später ein Verkehrsbeeinflussungssystem aufgestellt wurde. Schon länger planen Landkreis, Polizei und Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr zudem, mit Blick auf die Verkehrssicherheit an zwei Unfallschwerpunkten auf der Autobahn stationäre Blitzer zu errichten.

Seit 2010 dürfen niedersächsische Kommunen mit Erlaubnis des Landes Blitzer an Autobahnen aufstellen. Der damalige Verkehrsminister Jörg Bode (FDP) hatte dem Landkreis jedoch die Genehmigung versagt. Begründung: Weitere Blitzer würden die Verkehrssicherheit wegen abrupten Abbremsens beeinträchtigen. Sein Nachfolger Olaf Lies (SPD) hat dagegen grünes Licht für mehr Radarkontrollen gegeben.

Dass der Landkreis noch immer auf die Auswertung einer zweijährigen Untersuchung auf der Autobahn im Braunschweiger Raum wartet, kann Ochs nicht nachvollziehen. Da es dabei unter anderem um die Frage gehe, ob sich die Anlage lohne, oder ob Gefahrensituationen durch das plötzliche Abbremsen vor und dem Beschleunigen nach der Messstation entstehen könnten, bringt Ochs nun die Abschnittskontrolle ins Gespräch.

Im Gegensatz zur stationären Messstation werden die Autos am Anfang und am Ende eines bestimmten Abschnitts erfasst und die gefahrene Durchschnittsgeschwindigkeit ermittelt. Sollte das Fahrzeug zu schnell gefahren sein, wird das alt bekannte Foto mit Fahrer und amtlichen Kennzeichen gemacht und ein entsprechendes Verfahren eingeleitet.

„Ein solches Verfahren könnte die Bedenken bezüglich der Gefährdung durch eine stationäre Messung ausräumen“, meint Ochs. Zur Frage der Rentabilität sagte der Kreistagsabgeordnete: „Ich verzichte gerne auf die gesamten Einnahmen, wenn unsere Rettungskräfte dafür keine Verletzten und Toten auf der Autobahn mehr bergen müssen.“ ber

Anzeige