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Aus dem Landkreis Comeback eines „Paradiesvogels“
Schaumburg Landkreis Aus dem Landkreis Comeback eines „Paradiesvogels“
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00:16 18.07.2013
Das Blaukehlchen gehört zu den farbenreichsten Vögeln am Steinhuder Meer.  Quelle: Wolfgang Glawe
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Landkreis

Seit 2005 brüten Weißsternige Blaukehlchen wieder regelmäßig an Niedersachsens größtem See. „Mittlerweile sind es rund zwei Dutzend Brutpaare, die sich im Schilf, Weidendickicht und Staudensumpf am Ostufer des Steinhuder Meeres und im Meerbruch westlich des Sees tummeln“, erklärt Thomas Brandt, wissenschaftlicher Leiter der Ökologischen Schutzstation Steinhuder Meer (ÖSSM).

Naturbeobachter sahen bereits von 1957 bis in die 1970er Jahre Blaukehlchen am Ostufer des Steinhuder Meeres. Dann verschwand die Art für mehr als 20 Jahre komplett. „Grund dafür war der Verlust der Lebensräume durch die zunehmende Entwässerung von Mooren und deren Verbuschung mit Birken“, teilt die ÖSSM in einer Pressemitteilung mit. Erst ab 1998 beobachteten Mitarbeiter der Schutzstation wieder vereinzelt Blaukehlchen, aber es dauerte noch sieben weitere Jahre bis zu einer dauerhaften Ansiedlung.

„In den letzten Jahren stieg der Bestand kontinuierlich, sodass die hübschen Sänger ab Anfang April seit ein paar Jahren auch von aufmerksamen Besuchern am Rundweg wahrgenommen werden. Manchmal kann man Blaukehlchen sogar von den Seeufergrundstücken in Großenheidorn aus hören“, so Brandt.

Aktuell fliegen die Jungvögel aus und sind momentan am leichtesten vom Ostturm bei Großenheidorn zu sehen, in dessen Umfeld in diesem Jahr drei Paare brüteten. Auch das Vogelbiotop im Naturschutzgebiet Meerbruch sei ein guter Beobachtungsort, so der Diplombiologe Brandt.
Einige Fotos von Hobbyfotografen, unter anderem auch von Blaukehlchen am Steinhuder Meer, sowie aktuelle Beobachtungsmeldungen sind auf der Internetseite www.natur-steinhuder-meer.de abrufbar.  r, par

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