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DRK steht zur Schaumburger Flüchtlingshilfe

Geordnete Verhältnisse DRK steht zur Schaumburger Flüchtlingshilfe

Der erfundene Tod eines Flüchtlings durch einen Helfer der Berliner Freiwilligen-Initiative „Moabit hilft“ hat nach Einschätzung von DRK-Chef Bernd Koller keine Auswirkungen auf die Flüchtlingshilfe in Schaumburg.

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Landkreis. Zumal die Verhältnisse in Berlin nicht mit der Lage im Landkreis zu vergleichen seien.
„Ich gehe nicht davon aus, dass wir davon einen Imageschaden davontragen“, schätzt Koller, der sich nicht erklären kann, was Dirk V. „geritten hat“. „Und ich habe Psychologie studiert.“ Die Falschaussage des Berliner Flüchtlingshelfers verurteilt der Schaumburger DRK-Vorsitzende. „Mit dem Tod eines Menschen spielt man nicht.“

Dass so etwas überhaupt vorkommen kann, liegt nach Einschätzung von Koller auch an den chaotischen Verhältnissen in der Hauptstadt. Dass wie in Berlin Hunderte Flüchtlinge vor dem Landesamt ohne Kleidung, Essen und Unterkunft auf Hilfe warten, konnte in Schaumburg von Anfang an vermieden werden.

„Wir wurden am 7. September um 19 Uhr alarmiert, dass 250 Flüchtlinge in die Jägerkaserne nach Bückeburg kommen. Bis 2 Uhr nachts hatten wir gemeinsam mit THW und Feuerwehr die Betten und das Essenszelt aufgestellt“, erinnert Koller an die Ausnahmesituation vor einigen Monaten.

Der Landkreis sei zudem der erste in Niedersachsen gewesen, der die Flüchtlingshilfe suksessive ins Hauptamt überführt habe. „Im ersten Monat nach der großen Flüchtlingswelle war bei uns die Situation noch so, dass wir jeden Helfer genommen haben, den wir kriegen konnten. Mittlerweile schauen wir uns die Leute genau an, ohne ein makelloses polizeiliches Führungszeugnis nehmen wir keinen an“, erklärt Koller.

Insgesamt habe sich die Lage in Schaumburg mittlerweile beruhigt. Allerdings ist es aus Sicht des DRK-Chefs notwendig, dass eine Debatte um die Integration der Flüchtlinge geführt wird. „In einem demokratischen Staat muss ausgehandelt werden, wie die Integration der zu uns kommenden Menschen gelingen kann. Und in welchem Umfang wir das leisten können.“

Dass die Debatte sich in Teilen der Bevölkerung zuspitze, sei dabei wohl normal. Dies sei auch nach der Wiedervereinigung bei der Diskussion um den Solidaritätsbeitrag nicht anders gewesen. Allerdings habe sich das politische Klima insbesondere nach den Vorkommnissen in der Silvesternacht verändert. Koller: „Das geht auch an uns nicht spurlos vorbei. Aber wer in der Flüchtlingshilfe arbeitet, redet nicht über pauschal Flüchtlinge, sondern über Einzelpersonen.“ ber

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