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DRK und Awo stocken hauptamtliche Stellen auf

Flüchtlinge DRK und Awo stocken hauptamtliche Stellen auf

Bis zu 100 Stunden arbeitet Bernd Koller in der Woche – ehrenamtlich. Der DRK-Kreisvorsitzende ist seit Ankunft der zahlreichen Flüchtlinge in der Jägerkaserne in Bückeburg im Dauereinsatz. Das DRK kümmerte sich in Hochzeiten um mehrere Hundert nicht registrierte Flüchtlinge in dem Gebäude. Mittlerweile sind sie nach Rinteln in die Prince Rupert School umgezogen.

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Viele Flüchtlinge warten auf Hilfe.

Quelle: pr.

Landkreis (jemi).  In Bückeburg werden sie vom Deutschen Roten Kreuz (DRK) mit Essen, Kleidung und angemessenen Schlafplätzen versorgt. Es gebe beispielsweise genug Toiletten, Duschen und sogar Waschmaschinen und Trockner seien vor Ort und stehen für die Menschen bereit.
 Da die Arbeit immer weiter zugenommen habe, seien mittlerweile 18 Hauptamtliche für das DRK im Einsatz. Diese Zahl werde sich so schnell wie möglich sogar noch auf 25 erhöhen, teilt Koller mit. Ehrenamtliche hätte die Arbeit nach einigen Tagen nicht mehr stemmen können. „Die Kraft war am Ende.“ Die Arbeitgeber könnten natürlich auch nicht über Wochen auf ihre Mitarbeiter verzichten. Die Hilfsbereitschaft von Ehrenamtlichen sei jedoch weiterhin ungebrochen, teilt der Vorsitzende des DRK mit. Auch die Mitglieder der ortsansässigen Vereine seien zum Teil sehr engagiert. Sie bieten Sprachkurse und Sporteinheiten für Jugendliche an. Das DRK kümmert sich weiter um die Gesamtorganisation.
 Auch bei der Arbeiterwohlfahrt (Awo) ist die Anzahl der hauptamtlichen Mitarbeiter gestiegen. 2013 gab es eine Stelle, die auf 25 Stunden angesetzt war. Geschäftsführerin Heidemarie Hanauske berichtet, dass sich nun acht Mitarbeiter um die Flüchtlinge kümmern. „Die Arbeitsplätze entwickeln sich dynamisch – angepasst an die Anzahl der Flüchtlinge.“ Überstunden seien in diesen Wochen an der Tagesordnung, aber alles spiele sich in einem überschaubaren Rahmen ab.
 Die Arbeit teile sich in vier Kategorien auf, sagt Hanauske. Ihre Mitarbeiter unterstützen die Neuankömmlinge bei lebenspraktischen Aufgaben, Sprachbarrieren, Behördengängen und bei der Koordination von ehrenamtlich Tätigen. Außerdem habe Hanauske festgestellt, dass die Awo auch eine wichtige Adresse für die Nachbarn der Flüchtlinge ist. In Gesprächen könnten Vorbehalte und Ängste genommen werden. „Die Arbeit ist für uns nicht neu“, sagt Hanauske. Schließlich seien in den Neunziger Jahren ebenfalls viele Menschen nach Deutschland gekommen – damals aus dem ehemaligen Jugoslawien. Auch wenn die Größenordnung heute eine andere ist, die Arbeit sei natürlich ähnlich.
 Mehr Arbeit wegen der Flüchtlinge haben die Angestellten der heimischen Geldinstitute bisher noch nicht. Bislang haben in Schaumburg etwa 50 Neuankömmlinge ein Konto eröffnet, sagt Jörg Nitsche, Sprecher der Sparkasse Schaumburg, auf Anfrage dieser Zeitung. Aber die Anzahl der Anfragen werde in den kommenden Wochen sicher noch mehr, vermutet er. Das Ausstellen eines solchen Basiskontos sei jedoch in den meisten Fällen nur möglich, weil die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht die Voraussetzungen deutlich vereinfacht hat, erläutert Nitsche. Den Flüchtlingen reichen derzeit Reisepässe und Identitätsnachweise für die Kontoeröffnung. Diese müssen von den Ausländerbehörden ausgestellt werden und ein Foto des Kunden enthalten.

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