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DRK will Medizincheck vorziehen

Flüchtlinge in der Jägerkaserne DRK will Medizincheck vorziehen

Trotz ihrer nach wie vor ausbleibenden Registrierung sind die Flüchtlinge in der Bückeburger Jägerkaserne in einer ruhigen Stimmung. Das hat der Kreisvorsitzende des DRK, Bernd Koller, am Montag auf Anfrage bestätigt. Gleichwohl räumte der Erste Kreisrat Klaus Heimann ein, man müsse „einen Blick darauf haben, dass die Stimmung auch kippen kann, wenn der Zustand noch lange so anhält“.

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Das DRK plant, den Medzincheck im Kreiskrankenhaus Stadthagen vornehmen zu lassen.

Quelle: Archivfoto

Landkreis. Bislang gebe es seitens der Landesbehörden immer noch keine Nachricht, wann es mit der Registrierung losgeht, sagte Heimann.
„Damit die Flüchtlinge merken, dass sich etwas bewegt“, so Koller, plane das DRK jetzt vorab im Kreiskrankenhaus Stadthagen medizinische Untersuchungen vornehmen zu lassen, die eigentlich erst bei der Registrierung anfallen. Diese könne dann schneller abgewickelt werden. Dafür benötige man freilich noch die Genehmigung des Landes und die Zustimmung des Landkreises.
Aktuell rund 30 der ursprünglich 242 Flüchtlinge sind nach Angaben Kollers weitergereist: „Wo sie sich befinden, wissen wir nicht.“ Ohne Registrierung halten sie sich in Deutschland illegal auf. Auf die Frage, ob das nicht ein Problem darstelle, antwortete Heimann: „Das müssen Sie andere Stellen fragen – das ist Sache der Bundesbehörden.“
Durch Abreisen frei gewordene Plätze werden nach übereinstimmender Auskunft von Koller und Heimann von der Zuweisungsstelle des Landes relativ rasch wieder besetzt. Dabei stelle die Zahl von 242 Betten aus brandschutz- und feuerwehrrechtlichen Gründen eine Obergrenze dar.
Abgesehen von der Notunterkunft des Landes in der Jägerkaserne: Was die steigende Zahl der im Landkreis unterzubringenden Flüchtlinge angeht, könnte sich die Vorgehensweise der Kreisverwaltung gegenüber den Kommunen nach Einschätzung des Auetaler Bürgermeister Heinz Kraschewski bald ändern. Zwangsläufig werde die Forderung des Landkreises gegenüber den Gemeinden konkreter, dass diese sich vor Ort um Wohnraum bemühen sollen, sagte Kraschewski im Auetaler Rat.
„Zum jetzigen Zeitpunkt appelliert der Landkreis noch, die Gemeinden mögen ihm freiwillig helfen, um diese Notsituation zu bewältigen.“ Sollte sich die Situation zuspitzen, werde der Kreis die Gemeinden förmlich heranziehen. „Dann wird nicht mehr gefragt, wollt und könnt ihr Flüchtlinge aufnehmen, dann wird zugewiesen“, stellte Kraschewski dazu in den Raum. ssr, rnk

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