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DSL-Anschlüsse in allen weißen Flecken

Landkreis DSL-Anschlüsse in allen weißen Flecken

Die Telekom will in sämtlichen so genannten weißen Flecken im Breitbandnetz im Landkreis neue Anschlüsse bauen. Das ist jetzt Vertretern des Landkreises verbindlich in Hannover mitgeteilt worden. Der Kreis prüft, ob auch wirklich alle Nischen in Schaumburg von diesen Plänen erfasst werden.

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Kreis Schaumburg. Es hatte sich bereits in der vorigen Woche angedeutet, als Wirtschaftsminister Jörg Bode in Hannover das Ergebnis der Ausschreibungen für die Breitband-Cluster mitteilte: Es werden mehr Anschlüsse geschaffen, als auf den Prioritätenlisten gestanden haben. Das trifft nach Angaben des Breitbandbeauftragten der Kreisverwaltung, Kurt Brandt, für Schaumburg in großem Umfang zu.
Nach den Informationen, die Brandt und eine Kollegin vor wenigen Tagen von einem Gespräch mit Telekom-Vertretern im Wirtschaftsministerium in Hannover mitgebracht haben, will das Unternehmen in allen so genannten weißen Flecken in Schaumburg neue DSL-Anschüsse bauen (siehe Grafik). Dabei sollen im Durchschnitt 80 Prozent der bislang unterversorgten Haushalte bedient werden. Technisch soll dies auf mehreren Wegen geschehen: In der Regel ist laut einer Pressemitteilung des Landkreises ein so genannter Überbau der vorhandenen Kabelverzweiger vorgesehen. Ergänzend sollen Glasfaserkabel verlegt sowie Mobilfunkstandorte aufgerüstet werden. Angestrebt sei ein Technologiemix aus Festnetz und Mobil von 75 : 25 Prozent.
Als Mindestübertragungsrate garantiert die Telekom zwei Megabit pro Sekunde. Je nach Entfernung vom jeweiligen Kabelverzweiger können dabei für viele Haushalte Übertragungsraten von 16 Megabit herauskommen. Mit Mobilfunktechnologie sollen mindestens sieben Megabit erreichbar sein. Von dem Ausbau können nach Brandts Darlegungen auch DSL-Nutzer in den Nachbargebieten der „weißen Flecken“ profitieren, deren Übertragungsraten sich auch erhöhen können, wenn ihre Anschlüsse an neuen oder aufgerüsteten Kabelsträngen liegen.
Es wird für alle Cluster in Niedersachsen noch einen Nachschlag geben, weil es noch Fördergeld gibt. Im Südcluster, zu dem Schaumburg gehört, sind dies knapp drei Millionen Euro. Das Geld ist für die Ecken und Nischen vorgesehen, die mit dem jetzigen Investitionspaket noch nicht erfasst werden. Brandt wähnt den Kreis da in einer guten Startposition, weil er über die Machbarkeitsstudie verfüge. Deswegen sollen jetzt minutiös Studie und die DSL-Pläne der Telekom zu den sieben „weißen Flecken“ verglichen werden, um Gewissheit zu bekommen, ob in Sachen Breitband noch etwas zu tun bleibt. Bei der jetzt anstehenden Maßnahme sind Landkreis und Kommunen in Schaumburg mit 125 000 Euro als Kofinanziers dabei. jl

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