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DSL-Ausbau soll bald beginnen

Ausschreibung des kreisweiten Großauftrags spätestens im September DSL-Ausbau soll bald beginnen

Der vom Landkreis geplante kreisweite DSL-Ausbau rückt näher: Die Ausschreibung des Großauftrags soll in den kommenden acht Wochen fertig werden, wie der DSL-Beauftragte der Kreisverwaltung, Kurt Brandt, auf Anfrage berichtet.

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LANDKREIS. Mit dem Ausbau-Projekt sollen bislang unterversorgte Gebiete Schaumburgs mit schnellen Internet-Verbindungen ausgestattet werden. Geplant ist, dass dann 95 Prozent der Haushalte Leitungen mit mindestens 50 Megabit pro Sekunde zur Verfügung haben.

Nach Darstellung von Brandt wird die Ausschreibung „einen dicken Aktenordner füllen“. Darin werden die einzelnen Ausbau-Schritte sehr detailliert vorgeschrieben. „Das geht bis hin zur DIN-Norm eines Kabels“, schildert Brandt.

Erforderlich ist das unter anderem, um die Anforderungen der Förderrichtlinien zu erfüllen. Das Projekt, das nach Angaben von Brandt „vier bis sechs Millionen Euro“ kosten wird, wird von Bund und Land zu 90 Prozent finanziell bezuschusst. Fünf Prozent trägt der Landkreis, weitere fünf Prozent zahlen die vom Ausbau profitierenden Gemeinden. Und zwar jede Kommune anteilsmäßig je nach Anzahl der Anschlüsse.

Reihenfolge entscheidet koordinierende Kreisverwaltung

Nach Veröffentlichung der Ausschreibung haben interessierte Telekommunikationsunternehmen sechs Wochen lang die Gelegenheit, sich um den Auftrag zu bewerben. „Wir gehen davon aus, dass der Auftrag attraktiv ist, dass also das Fördergeld die Wirtschaftlichkeitslücke für das Unternehmen schließt“, erläutert der DSL-Beauftragte. Diese Lücke entsteht, weil die Erschließung dünn besiedelter Gebiete verhältnismäßig hohe Investitionskosten bei geringerem Ertrag bedeutet. „Wenn sich wider Erwarten kein Unternehmen meldet, müssten wir neu überlegen“, fügt Erster Kreisrat Klaus Heiman hinzu.

Wird der Auftrag jedoch wie erwartet vergeben, sollen im Herbst die Feinplanungen der Umsetzung folgen. Die Bauarbeiten werden nach heutigem Stand direkt nach dem kommenden Winter losgehen. „Erst werden jeweils die größeren Glasfaser-Trassen verlegt, anschließend die Kabelverzeiger zu Multifunktionsgehäusen aufgerüstet“, berichtet Brandt.

In welcher Reihenfolge die Gemeinden drankommen, entscheidet letztlich die koordinierende Kreisverwaltung. „Wir hoffen, dass wir das im Konsens hinbekommen“, verbreitet Heimann Optimismus. Das Projekt sei von Anfang an in enger Abstimmung mit den Kommunen durchgeführt worden, betont der Erste Kreisrat.

Ziel ist es nach Angaben von Brandt und Heimann, den Breitband-Ausbau im Jahr 2018 zu vollenden. ssr

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