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Das Geschäft mit dem weißen Pulver

Landkreis / Winterdienst Das Geschäft mit dem weißen Pulver

Schneeflocken trudeln langsam zu Boden, das Thermometer zeigt seit Tagen Minusgrade an: Was für Landwirte auf ruhige Tage hindeutet, entpuppt sich für viele Bauern als interessante Nebenverdienstmöglichkeit.

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 Für viele Landwirte ist der Winterdienst ein einträglicher Nebenverdienst. Die Kommunen setzen dabei auf Zuverlässigkeit und die Unterstützung der Steuerzahler vor Ort. pr.

Landkreis. „Im Landkreis gibt es viele Landwirte, die den Winterdienst für Kommunen übernehmen“, sagt Kreislandwirt Cord Lattwesen. „Dabei handelt es sich insbesondere um Bauern, die wenig Vieh haben.“

Für ihn und seine Kollegen ist der Winterdienst ein willkommenes Zubrot, weil dadurch die Maschinen besser ausgelastet werden können. Die Schlepper seien ohnehin vorhanden, was zum Schneeräumen und Salzstreuen gebraucht werde, seien lediglich ein entsprechender Schild und Streugeräte, so der Kreislandwirt. „Durch den Winterdienst haben wir eine zusätzliche Einkommensquelle, sodass wir das wirtschaftliche Risiko breiter streuen“, ergänzt Dirk Rodenbeck.
 Der Landwirt aus Gelldorf räumt und streut für die Parkplätze von Unternehmen. „Für die Betriebe geht es um die Haftung, wenn etwas passiert. Wir übernehmen die Haftung komplett“, so Rodenbeck weiter.
 Allerdings sind das Räumen und Streuen auch mit einigen Schwierigkeiten verbunden. „Wir haben einen erhöhten Pflegeaufwand, müssen wegen der aggressiven Salzlauge unsere Maschinen häufiger waschen und wachsen“, erklärt der Gelldorfer Landwirt.
 Für die Kommunen ergeben sich zudem Synergieeffekte, „da die Logistikkosten gering sind und die Ausgaben in der Kommune verbleiben“, betont Kreislandwirt Lattwesen, der in Hohnhorst selbst Gemeinderatsmitglied ist.
 Für den Hohnhorster Bürgermeister Wolfgang Lehrke ist auch ein anderer Grund ausschlaggebend für den Einsatz von Landwirten beim Winterdienst. „Nach meiner Einschätzung ist das nicht nur das günstigste Verfahren, sondern auch das zuverlässigste. Als es zuletzt geschneit hat, ist der zuständige Bauer sofort losgefahren, hat geräumt und gestreut“, führt Lehrke zu dem vertraglich geregelten Winterdienst aus. Für die Arbeiten nutze der Landwirt sein eigenes Gerät.
 Nicht nur in Hohnhorst setzen die Politiker auf diese Variante, auch in Beckedorf rückt nach Angaben von Bürgermeister Dieter Wall ein Bauer mit seinem entsprechend ausgerüsteten Schlepper bei Schneefall und Glätte aus. „Wir haben in Rinteln fünf Landwirte, die den Winterdienst mitmachen“, ergänzt Stadtmitarbeiterin Anja Friedrich. Diese seien seit November in Rufbereitschaft. „Bis Ende Februar wird dieser Dienst dauern.“ Werden die Landwirte alarmiert, entscheiden sie selbstständig, wo sie Schnee und Glätte zu Leibe rücken.Auch die Samtgemeinde Eilsen setzt auf dasselbe Prinzip wie die Stadt Rinteln, wie Samtgemeindebürgermeister Bernd Schönemann erklärt. „Bei uns sind zwei Landwirte in der Rufbereitschaft.“
 Die Samtgemeinde Rodenberg hat im Gegensatz dazu einige Landwirte in einem regulären Beschäftigungsverhältnis unter Vertrag. Diese nutzen zum Räumen und Streuen jedoch keine eigenen Maschinen, sondern die Fahrzeuge des Samtgemeindebauhofes. bes 

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