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„Das ist ein Aushängeschild für Schaumburg“

Landkreis / Interview „Das ist ein Aushängeschild für Schaumburg“

1Am kommenden Wochenende, vom 20. bis 22. Mai, findet in Stadthagen die 4. Schaumburger Regionalschau statt. Veranstalter ist der Landkreis Schaumburg, dessen Landrat Jörg Farr im Gespräch mit dieser Zeitung seine grundlegende Einschätzung zu dieser Großveranstaltung darlegt.

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Interview: Stefan Rothe

Warum leistet sich der Landkreis eine Regionalschau?
Diese Veranstaltung mit ihren mehreren Zehntausend Besuchern ist eine ideale Plattform für unsere heimische Wirtschaft, sich mit ihrer Leistungsvielfalt zu präsentieren. Die Schau ist ein Aushängeschild für Schaumburg. Sie verdeutlicht unseren Bürgern im Kreis, aber auch auswärtigen Gästen, dass es sich hier gut leben und arbeiten lässt.

Welche Funktion hat die Schau für den Wirtschaftsraum Schaumburg?
Als Folge des Strukturwandels weg von der Industrie hin zu Mittelstand und Dienstleistungen stellt das Handwerk das Rückgrat der Schaumburger Wirtschaft dar. Auf der Schau werden die Innovationskraft und die Vielfalt des hiesigen Handwerks zu sehen sein. Die Veranstaltung wird zu Impulsen führen, wird Aufträge für heimische Betriebe auslösen. Wir begreifen die Regionalschau daher auch als Teil unserer Wirtschaftsförderung.

Welche Bedeutung hat die Schau für den Landkreis?
Besucher von auswärts sehen neben einer attraktiven Veranstaltung auch, wie schön die Landschaft und die Städte in Schaumburg sind. Das ist Werbung für das Schaumburger Land.

Vor dem Hintergrund der gerade überwundenen Wirtschaftskrise: Welche Impulse erwarten sie von der Schau speziell für die hiesige Wirtschaft?
Während der Krise haben Landkreis und Kommunen stark investiert und mit den Aufträgen die Wirtschaft, vor allem die kleinen und mittleren Unternehmen gestützt. Jetzt muss aber der private Konsum wieder dazu kommen. Dafür kann die Angebotspalette auf der Schau sicher Anreize geben. Ich denke da zum Beispiel an das Thema energetisches Sanieren, bei dem die hiesigen Handwerksbetriebe sehr stark sind.

Warum wählen Sie eine Mischung aus Wirtschaftsmesse, Infoveranstaltung und geselligem Event für die ganze Familie?
Diese unterschiedlichen Bereiche befruchten sich gegenseitig und sprechen somit ganz unterschiedliche Zielgruppen an. Ich kann das von mir selbst erzählen, als ich vor drei Jahren mit meiner Familie auf der Regionalschau war. Meine Frau und ich schauten uns gerade Gestaltungsvorschläge für Außenanlagen an, als unsere Kinder von der attraktiven Präsentation zum Mitmachen der Technikabteilung der Berufsschule gefesselt wurden. Die Messe hat den Charme, dass sie eine Kombination aus überdachten Hallen und Freigelände darstellt. Hallen sind gut, wenn es mal tröpfeln sollte. Bei gutem Wetter lädt die Schau aber auch zum Verweilen in einem durch die hiesigen Gartenbauunternehmen sehr anspruchsvoll gestalteten Gelände ein. Die gute Gastronomie wird ein Übriges tun, dass sich die Besucher wohlfühlen werden.

Hat sich die Zahl der Aussteller im Vergleich zur Regionalschau vor drei Jahren verändert?
Wir haben 250 Aussteller auf 14 000 Quadratmeter Fläche. Was die Zahl der Aussteller angeht, ist das ein Plus von zehn Prozent.

Sind Sie mit dem Branchenmix und mit der Verteilung der Aussteller quer durch den ganzen Landkreis zufrieden?
Die Mischung aus Handwerk, Gewerbe; Handel, Dienstleistung sowie Verbänden und Vereinen stellt in der dadurch gewährleisteten Themenvielfalt einen gesunden Mix dar. Die Firmen kommen aus allen Teilen Schaumburgs, acht Prozent auch von außerhalb. Natürlich gibt es Schwerpunkte, vor allem aus dem Norden des Kreises. Beim nächsten Mal werden wir Wauf noch mehr Ausgeglichenheit hinwirken.

Wie würden Sie einem Unternehmer die Teilnahme an der Schau als Aussteller schmackhaft machen?
Die Schau sorgt für viele gute neue Kontakte für die Firmen. Die Bekanntheit lässt sich spürbar vergrößern. Es geht aber natürlich auch um die Chance auf Abschlüsse und besonders um das Anbahnen von Aufträgen. Dass dies funktioniert, zeigt ja die Tatsache, dass viele Firmen immer wieder an der Schau teilnehmen.

Sie haben die Regionalschau als Teil der Wirtschaftsförderung bezeichnet. Welches sind die beiden wichtigsten weiteren Aspekte dieses Aufgabenfeldes?
Als erstes nenne ich die Investitions-Förderprogramme, weil diese eine direkte Auswirkung haben. Da ist zum Beispiel das Programm „proInvest“, das direkte Zuschüsse für arbeitsplatzerhaltende oder -schaffende Investitionen ermöglicht. Dadurch konnten seit 2007 schon 1450 bedrohte Arbeitsplätze gesichert, 280 neue Jobs und 28 Azubi-Plätze geschaffen werden.
Zum zweiten erwähne ich die Pflege und den Ausbau des wichtigen, engen Netzwerks, das wir in Schaumburg zwischen Wirtschaft und Verwaltung haben: die Runden Tische, der frühzeitige Informationsaustausch und gemeinsame Lösungssuche. Das ist für Schaumburg ein großes Plus.

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