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Das lange Warten auf den GVH-Tarif

Neuer Termin Das lange Warten auf den GVH-Tarif

Seit Jahren ist er im Gespräch, immer mal wieder war ein Einführungstermin gesetzt – und wieder verschoben worden. Die Rede ist vom Großraumverkehr-Hannover (GVH)-Tarif. Im Februar soll nach Auskunft von Regionssprecher Klaus Abelmann ein neuer Termin bekannt gegeben werden.

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Die Schaumburger warten auf die Einführung des GVH-Tarifs, um günstiger Bahnfahren zu können.

Quelle: Archiv/jcp

Landkreis. Stadthagens Bürgermeister Oliver Theiß hatte im SN-Gespräch bereits Anfang 2018 als Startpunkt in Aussicht gestellt. Kommentieren will der Erste Kreisrat Klaus Heimann dieses Datum nicht. Er macht aber klar: „Wir haben die Voraussetzungen geschaffen und warten darauf, dass der Knoten platzt.“ Grund für die Verzögerung sind Verhandlungen mit den Verkehrsunternehmen und dem GVH. Dabei geht es um die Höhe der fälligen Ausgleichszahlungen.

Verhandlungen erschweren die Umsetzung

Die Verkehrsunternehmen hätten nach Informationen Heimanns darauf gedrängt, dass neu kalkuliert werde. Was die Verhandlungen erschwere, sei der Umstand, dass nicht nur Verhandlungen mit Verkehrsunternehmen in Hannover, sondern aus ganz Niedersachsen geführt werden müssten. Denn wenn der GVH-Tarif erst einmal eingeführt sei, befürchten die Unternehmen geringere Einnahmen durch das Niedersachsenticket. Wer vielleicht bisher für eine Fahrt von Rinteln nach Celle solch ein Ticket gekauft habe, sei mit dem GVH-Tarif dann darauf nicht mehr angewiesen, erklärt der Erste Kreisrat.

Die bisherige Kalkulation beruht auf Daten aus dem Jahr 2011, nun wird mit neueren Zahlen aus dem Jahr 2015 gerechnet. Der Landkreis Schaumburg hat bisher mit einer jährlichen Ausgleichszahlung von 338000 Euro für den günstigen Einzeltarif gearbeitet – aber auch das ist nur eine Schätzung. Nach der Einführung würde jedes Jahr genau berechnet, wie viele Kunden das Angebot genutzt haben. Danach würde sich die fällige Ausgleichszahlung berechnen.

Reduzierung der Ausgleichssumme möglich

Heimann geht aber nicht davon aus, dass für den Landkreis große Erhöhungen entstehen, sodass auch keine neuen politischen Entscheidungen nötig werden müssten. „Ich glaube nicht, dass es politisch umstritten wäre, dazu war der Konsens zu groß. Dazu müsste sich schon eine gewaltige Änderung ergeben.“ Möglich wäre aufgrund der neuen Berechnungsgrundlage sogar eine Reduzierung der Ausgleichssumme.

Aktuell warten neben dem Landkreis Schauburg der Landkreis Hameln-Pyrmont, der Landkreis Celle und der Heidekreis auf die Ausweitung dieses günstigen Tarifs für Bahnkunden. Für Bahnfahrer aus Schaumburg sind Preisvergünstigungen von 25 bis 40 Prozent durch die günstigeren Einzeltickets vorgesehen.

Regionssprecher Abelmann verweist auch auf die aktuellen Verhandlungen und den Termin im Februar, bei dem die Verkehrsunternehmen zusammen mit den Landkreisen an einen Tisch kommen. „Wir freuen uns natürlich, wenn der GVH in Schaumburg möglichst früh umgesetzt wird“, so Heimann. Aber darauf hatte er zusammen mit vielen Bahnfahrern auch schon für 2015 gehofft. Damals hatte die Einführung erstmals kurz bevor gestanden – und war dann verschoben worden. col

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