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Das lange Warten auf die Registrierung

Flüchtlinge in Bückeburg Das lange Warten auf die Registrierung

Nach wie vor warten die Flüchtlinge in der Bückeburger Jägerkaserne auf ihre Registrierung. „Wir haben vom Land noch immer keine Mitteilung darüber, wann das passieren soll“, sagte der Erste Kreisrat Klaus Heimann am Freitag.

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Sind zum Abwarten verdammt: Flüchtlinge auf dem Gelände der Jägerkaserne.

Quelle: rg

Landkreis. Dass diesbezüglich bisher noch nichts getan worden sei, habe offensichtlich mit den begrenzten Kapazitäten des Landes zu tun, erläuterte Heimann.

Ursprünglich seien die Jägerkaserne und die Wohnungen an der Königsberger Straße als Notunterkunft des Landes für 48 Stunden vorgesehen gewesen, berichtete der Erste Kreisrat. Diese Frist sei lange verstrichen. „Das Land muss nun entscheiden, was weiter passieren soll“, forderte Heimann. Bisher hätten die Landesbehörden stets signalisiert, dass aus der Jägerkaserne keine Dauereinrichtung werden soll.

Rund 40 der insgesamt 242 Flüchtlinge hatten die Übergangseinrichtung bis Freitagmittag verlassen, teilte Bernd Koller, Kreisvorsitzender des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), auf Anfrage mit. Das DRK ist im Auftrag des Landes für die Betreuung der Einrichtung verantwortlich.

Wohin die Flüchtlinge weitergereist sind, konnte Koller nicht sagen. „Teilweise kommen sie auch zurück“, fügte der DRK-Mann hinzu. So habe eine afghanische Familie, von der es znächst hieß, sie sei nach Schweden abgereist, lediglich Verwandte besucht und sei dann in die Wohnung in der Königsberger Straße zurückgekehrt.

Die Flüchtlinge könnten sich frei bewegen, erläuterte Heimann. Außerhalb der Jägerkaserne hielten sie sich dann freilich illegal in Deutschland auf, solange sie nicht registriert sind. „Wir haben aber keinen Grund, sie zwangsläufig festzuhalten“, betonte der Erste Kreisrat.

Entgegen anderslautender Gerüchte gibt es unter den Flüchtlingen keinen Fall von Tuberkulose, stellte Heimann auf Anfrage klar. Zwar seien im Rahmen der medizinischen Erstuntersuchung Anfang dieser Woche zwei Verdachtsfälle aufgetreten. Nach weiteren eingehenden Untersuchungen habe das Gesundheitsmat dann aber mitteilen können, dass sich der Verdacht in beiden Fällen nicht bestätigt hat.

Bei seinem großangelegten ehrenamtlichen Engagement in der Übergangseinrichtung stößt das DRK mittlerweile an gewisse Grenzen. Ehrenamtliche stünden nicht auf Dauer im bisherigen Umfang – etwa 60 Einsatzkräfte pro Tag, aufgeteilt auf drei Schichten – zur Verfügung. „Schließlich müssen wir Kräfte für Aktivitäten und für die Bereitschaft unserer anderen Aufgaben vorhalten“, führte Koller dazu aus.

Daher ist nach Auskunft von Koller eine teilweise Umstellung auf hauptamtliche Kräfte im Gang. So gebe es mittlerweile Verträge mit einer Reinigungsfirma, einem Sicherheitsdienst und für die Müllentsorgung. Für die Zubereitung der Speisen sind ohnehin festangestellte Kräfte der DRK-Serviceeinrichtung in Steinbergen zuständig. Auch für die Leitung der Übergangseinrichtung gibt es künftig einen Angestellten. Die Kosten für die hauptamtlichen Kräfte trage zunächst der DRK-Kreisverband, lasse sich diese aber vom Land ersetzen, schilderte Koller. ssr

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