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„Das sind keinesfalls nur Dönerbuden“

Landkreis / Deutsch-Türkischen Gesellschaft „Das sind keinesfalls nur Dönerbuden“

Regelmäßig trifft sich der Steinberger Heiner Bartling mit dem türkischen Generalkonsul in Hannover. Das gehört zu den Pflichten des Schaumburger SPD-Landtagabgeordneten in seiner Funktion als Vorsitzender der Deutsch-Türkischen Gesellschaft Niedersachsen-Bremen e.V.

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Heiner Bartling (stehend) leitet eine Vorstandsitzung.

Quelle: pr

Landkreis (ssr). Dieses Ehrenamt hat der 64-Jährige seit der Gründung dieser Gesellschaft im Jahre 2003 inne.

In jenem Jahr hatte die SPD im Landtagswahlkampf bewusst auch auf die türkischstämmigen Wähler abgezielt. Hintergrund war die damals von der CDU losgetretene Debatte um eine privilegierte Partnerschaft der Türkei in der EU. Nach der verlorenen Wahl hatte in der Spitze der niedersächsischen SPD die Überzeugung vorgeherrscht, man dürfe die geknüpften Kontakte nicht so einfach abbrechen lassen.

Ganz bewusst sei die Gesellschaft als überparteiliche Organisation gegründet worden, berichtet Bartling. Das Amt des Vorsitzenden habe sich für ihn als für Ausländerrecht zuständigen ehemaligen Innenminister „quasi organisch ergeben“, erinnert sich der Abgeordnete. „Ich war in den führenden Kreisen der hiesigen türkischen Mitbürger recht gut bekannt, ein ordentliches Verhältnis hatte sich entwickelt.“ Der überparteiliche Charakter der Organisation spiegele sich im Vorstand wieder, schildert Bartling. In diesem tummeln sich türkische Unternehmer genauso wie CDU- und FDP-Politiker sowie namhafte Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertreter.

Die letztgenannten Gruppierungen weisen auf das Hauptmotiv und den Kernzweck der von Bartling geführten Gesellschaft hin. Diese habe nämlich nicht den übergeordneten Anspruch, „Klammer der deutsch-türkischen Beziehungen zu sein“. Sondern: „Es geht um eine bessere öffentliche Darstellung dessen, was türkische Unternehmen bereits jetzt alles an Jobs, Waren und Dienstleistungen in Niedersachsen unsd Bremen anbieten.“ Dafür gebe es bereits viele sehr positive Beispiele: „Wir wollen stärker ins öffentliche Bewusstsein heben, dass es sich dabei keinesfalls nur um Dönerbuden handelt“, fügt Bartling hinzu.

Zudem wolle die Gesellschaft ganz allgemein dazu beitragen, „die deutsch-türkischen Wirtschaftsbeziehungen zu beflügeln“. In diesen steckten nämlich, besonders auch mit Blick auf Niedersachsen und Bremen, noch große unausgeschöpfte Potenziale.

Die Gesellschaft veranstaltet nach Angaben Bartlings Foren und kulturelle Events und führe Jahresempfänge durch. Dazu komme die Präsenz, wenn hochrangige türkische Vertreter in Niedersachsen weilen, so vor Jahren der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan. Die Idee, den früheren türkischen Pavillon auf dem Expo-Gelände für den Verein zu nutzen, habe sich aus finanziellen Gründen zerschlagen, berichtet Bartling.

Derzeit bemühe sich die Gesellschaft darum, Kontakte zwischen deutschen und türkischen Wirtschaftsjournlaisten herzustellen.

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