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Dem Druck vieler Frauen geschuldet

Kompromiss mit Agaplesion Dem Druck vieler Frauen geschuldet

Der Landkreis hat sein Versprechen gehalten und einen Kompromiss mit dem Agaplesion-Konzern erzielt, nach dem auch im künftigen Gesamtklinikum in Vehlen Schwangerschaftsabbrüche nach sozialer Indikation möglich sind. Wie dieser konkret aussehen soll, ist dabei noch völlig offen.

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Quelle: pr.

Landkreis. Für Heidemarie Hanauske, Geschäftsführerin des Awo-Kreisverbands Schaumburg, ist aber klar, dass diese Lösung nur dem Druck vieler Frauen zu verdanken ist. Noch immer ruft die Debatte bei ihr Kopfschütteln aus: „Ich hätte nicht gedacht, dass es im 21. Jahrhundert dieses Thema in dieser Form noch einmal geben würde“ – eine Frau, die sich die Entscheidung sowieso nicht leicht mache, auch noch zu tabuisieren. Dabei darf in Deutschland straffrei bis zur zwölften Woche abgetrieben werden, wenn die Frau zuvor an einer Beratung teilgenommen hat.

Bewegung durch bundesweiten Aufschrei

Dass sich Agaplesion letztlich bewegt habe, sieht sie in dem Aufschrei, der durch die ganze Republik ging, begründet. Hanauske selbst war mit Mitarbeiterinnen der Beratungsstelle Basta, einer SPD-Abgeordneten sowie der Gleichstellungsbeauftragten des Landkreises, Undine Rosenwald-Metz, beim Landrat Jörg Farr erschienen, um ihrer Empörung Luft zu machen.

Die gefundene Lösung bewertet die Awo-Geschäftsführerin als „gut, denn für die Schaumburger Frauen wird sich mit der Zusammenlegung der Kliniken nichts ändern“ – unabhängig davon wie letztlich die interne Organisation aussieht.

An dieser soll in den nächsten Wochen und Monaten bis zum Bezug des neuen Klinikums im April gearbeitet werden. Die Eingriffe sollen in den Räumlichkeiten in Vehlen durchgeführt werden, allerdings von Kooperations-Ärzten und nicht von Medizinern, die beim Agaplesion-Konzern angestellt sind. Das erklärt Tino Drenger, Leiter der Unternehmenskommunikation von Agaplesion, auf SN-Anfrage. Dr. Achim Rogge, Sprecher der Geschäftsführung der Krankenhausprojektgesellschaft Schaumburg, ist für die Auswahl der niedergelassenen Ärzte zuständig.

Bis das Gesamtklinikum im April eröffnet wird, soll das Leistungsangebot – und damit auch die Abtreibungen nach sozialer Indikation in Stadthagen und Rinteln – fortgeführt werden, erklärt der Erste Kreisrat Klaus Heimann die Regelung, die er als „gute Lösung und vernünftigen Prozess“ bezeichnet. col

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