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Der Bienenbestand ist gefährdet

Landkreis / Milbenbefall Der Bienenbestand ist gefährdet

Bis zu einem Drittel der Honigbienen in Deutschland haben nach Expertenschätzung diesen Winter nicht überlebt. Das wären rund 300 000 der etwa eine Million Bienenvölker im Land. „Die Varroa-Milbe macht uns zu schaffen“, erklärte Jürgen Bülow, Chef des Imkervereins Stadthagen.

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Der Bestand der Bienen ist derzeit gefährdet. Die Varroa-Milbe macht ihnen zu schaffen.

Quelle: pr.

Landkreis (par). Bülow erklärte, dass die heimischen Bienen über keinerlei Abwehrkörper gegen die Milben verfügen würden. „Sie können sie nicht bekämpfen. Deshalb müssen die Imker eingreifen“, berichtete Bülow. Bei der Varroa-Milbe handelt es sich um einen Parasiten, der sich in der Bienenbrut vermehrt und die schlüpfende Biene schwächt. Einzelne Imker haben sogar alle ihre Völker verloren. Die ursprünglich in Asien beheimatete und nur auf Bienen vorkommende, parasitische Varroa-Milbe bildet die größte Gefahr für die Bienenvölker. Ohne effektive Behandlung kann sie ein befallenes Volk letztendlich zugrunde richten.

Die in Deutschland zugelassenen Medikamente wirken bei richtiger Anwendung zwar gegen den Befall, aber ihr Einsatz ist schwierig, zeitraubend und der Erfolg nicht immer garantiert. „Wir gehen mit Ameisen- und Oxalsäure gegen die Milben vor, die absterben sollen. Die Bienen werden durch die Behandlung deutlich geschwächt“, erklärte Bülow, der gleichzeitig darauf verwies, dass es regionale Unterschiede gebe. „Einige meiner Kollegen bleiben bislang gänzlich verschont, andere hat es hingegen stark getroffen.“ Die Behandlung gegen die tückischen Milben sei zudem nur dann durchführbar, wenn die Bienen gerade keinen Honig produzieren.

Aber auch andere Faktoren sind seiner Meinung nach für das zunehmende Bienensterben verantwortlich. „ Pestizide aus dem Bereich der Landwirtschaft spielen ebenfalls eine Rolle.“
Bienen stellen in der Landwirtschaft einen milliardenschweren Wirtschaftsfaktor dar. Nach Rind und Schwein ist die Biene das wichtigste Nutztier. Etwa 90 000 Imker kümmern sich derzeit um rund eine Million Bienenvölker. Die Tendenz ist steigend, Imkerei liegt wieder im Trend. Der Zuwachs ist in den Städten besonders stark. Dass auch immer mehr junge Leute sich mit der Imkerei befassen, freut Werner von der Ohe vom Institut für Bienenkunde in Celle. Aber er warnt auch: Bienen seien Tiere, um die man sich ständig kümmern müsse.

Hinsichtlich der Bienen unterscheidet man in Sommer- und Winterbiene: Während die Sommerbiene nur rund sechs Wochen Lebenszeit hat, die sie vor allem mit der Erzeugung von Honig verbringt, lebt und arbeitet die Winterbiene vier bis fünf Monate und die für die Bienenvölker so lebensnotwendige Königin kann mehrere Jahre existieren.

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